JUGEND FORSCHT Drei der sechs Solinger Teilnehmer dürfen zu Landeswettbewerb nach Leverkusen.
Im Solinger Gründer- und Technologiezentrum trafen sich am Samstag die regionalen Teilnehmer der Wettbewerbe „Jugend forscht“ und „Schüler experimentieren“. Unter den 25 vorgestellten Projekten waren auch sechs Arbeiten von Solinger Schülern und Studenten. Drei der Projekte wurden von der Jury zur Teilnahme am Landeswettbewerb Ende März bei Bayer in Leverkusen ausgewählt.
Schüler bewertet, auf welchen Planeten Leben möglich ist
Darunter auch Peter Falke (17) vom Humboldtgymnasium. Er hat ein Bewertungssystem entwickelt, um die Habilität von Planeten auch außerhalb unseres Sonnensystems zu bestimmen. „Habilität bedeutet Lebensfreundlichkeit“, klärt Peter die interessierten Zuhörer auf. Mit seinem Verfahren könne man auch Lichtjahre entfernte Planeten einordnen. Der Abiturient, der seit gut zwei Jahren ehrenamtlich in der Sternwarte arbeitet, will Astrophysik studieren. „Da freut es mich natürlich umso mehr, dass ich jetzt zum Landeswettbewerb kann“, sagt Peter stolz.
Julian Krebber, Torben Berger und Philipp Schlüter haben sich mit dem Erstellen von 3-D-Filmen befasst. Die elf und zwölf Jahre alten Schüler der August-Dicke-Schule haben ein Projekt weiter vorangetrieben, mit dem Julian schon 2009 am Wettbewerb teilgenommen hatte. Damals ging es noch um 3-D-Fotos. „Unser Hauptproblem war es, Vorder- und Hintergrund gleichermaßen scharf zu bekommen“, so Torben. Philipp und Julian demonstrieren, wie sie dies mit Videokameras und Grünbox-Verfahren gelöst haben.
Vielleicht am eindrucksvollsten ist das Projekt der ältesten Solinger Teilnehmer. Die Ex-Gymnasiasten Fabian Preiß, Mats Marcus und Tobias Bach haben ein dreirädriges Fahrzeug, angetrieben von fünf Energiequellen, entworfen. „Aus unserem Hybrid-Brennstoffzellen-Roller aus dem Jahr 2008 ist ein Pentavelo geworden“, erklärt Physikstudent Fabian. „Penta steht für die fünf Energiequellen Solarzelle, Muskelkraft, Bremsenergie, Brennstoffzelle und Akku“, ergänzt Mats. Bis zu 75 Stundenkilometer könne ihr Gefährt erreichen. „Und dabei bis zu 300 Kilometer weit fahren“, betont Tobias, der ab Herbst Schiffbau studieren will. In Leverkusen rechnet sich das Team gute Chancen aus.
Zwar nicht zum Landeswettbewerb gekommen aber trotzdem mit viel Eifer dabei sind die Teilnehmer der Projekte der Roboter-AG des Humboldtgymnasiums. „Wir machen auf jeden Fall weiter“, so Malte Servaty (13), der mit Gleichaltrigen ähnlich wie die Gruppe Karsten Kreizberg (16), Lucas Kühl (13) und David Bytomsky (15) an einem automatischen Seilbahnprojekt arbeitete. voj