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06.03.2010 10:26
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Jeder verbraucht im Jahr 80 Tonnen Rohstoffe

„Der Klimawandel ist ein globales Problem, deshalb muss es auch global gelöst werden.“ Auf diese Formel brachte gestern bei der Eröffnung der Eine-Welt-Landeskonferenz die malinesische Botschafterin Fatoumata Sire Diakité ihre Forderung nach mehr Zusammenarbeit zwischen den Industriestaaten und Entwicklungsländern wie ihrem afrikanischen Heimatland Mali.

„Die Folgen des Klimawandels sehen wir aktuell in Haiti oder in Chile, aber auch der viele Schnee hier in Solingen ist ein Zeichen, dass sich das Klima verändert“, so die Diplomatin. Um eben diese Internationalität zu unterstreichen, hatte das Eine-Welt-Netz Diakité eingeladen. Einmal pro Jahr organisiert das Eine-Welt-Netz, das sich aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden finanziert, eine große Konferenz - erstmals in Solingen. Als Dachverband für etwa 1500 Mitglieder koordiniert das Netz entwicklungspolitisches Engagement in NRW - vom fairen Handel und Eine-Welt-Läden über Hilfsprojekte bis zu Bildungsarbeit.

Wie kann man sich klimaschonend ernähren?

„In unserer Arbeit und besonders auf dieser Konferenz soll aber auch die Frage gestellt werden, was der Verbraucher selbst tun kann“, betont Udo Schlüter, Geschäftsführer des Eine-Welt-Netz NRW. Wie kann man klimaschonend essen? Kann ein Unternehmen nachhaltige Beschaffungswege erschließen? Weiterer Partner der Konferenz ist das Zentrum für nachhaltigen Konsum und Produktion (CSCP) in Wuppertal. Geschäftsführer Michael Kuhndt rechnet vor: „Jeder Mensch verbraucht pro Jahr 80 Tonnen Rohstoffe, 40 Prozent davon kommen aus Entwicklungsländern.“ Auch Friedel Hütz-Adams von Südwind e.V. deckt Missstände auf. „Wenn eine Sondermülldeponie das Bruttosozialprodukt erhöht, eingesparte Energie es aber senkt, dann ist etwas schief.“

270 Teilnehmer von Organisationen und Verbänden diskutierten diese Themen noch bis morgen Nachmittag in der Festhalle. Die Eröffnung gestern nahm NRW-Minister Armin Laschet vor. Heute stehen verschiedene Vorträge und Workshops, von „Klima-Knöllchen gegen Spritfresser“ bis „Wie kommt Nachhaltigkeit in den Massenmarkt“ auf dem Programm. sith

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