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13.02.2012 10:55
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Konferenz: Kulturelle Bildung hat viele Gesichter

Am Samstag fand neben der Unterzeichnung der Erklärung für Demokratie und Freiheit in der Mensa der Geschwister-Scholl-Schule die Stadtteilkonferenz für Ohligs statt. Thema war das „Interkulturelle Gesamtkonzept – Vision 2020“. Das Ziel ist es, anhand von sozialraumbezogenen Analysen gemeinsam Projekte und Maßnahmen für den jeweiligen Stadtteil zu entwickeln.

Die Moderation des Workshops übernahmen Andreas Schmitz und Anno Kluß, die Solingen bei dem vom Land NRW geförderten „Komm-In“-Projekt zur interkulturellen Öffnung der Altenhilfe im Rahmen der Weiterentwicklung des Integrationskonzeptes unterstützen.

Die Teilnehmer brachten ihre eigenen Meinungen und Positionen zum Ausdruck und tauschten sich aus. Auf der Agenda stand auch das Thema „Sprache, Bildung, Elternschaft“. Thilo Schnor, Bündnis für Familien, Dagmar Bertram, Bergische VHS, und Anke John, Vertretung der Awo, erarbeiteten ein Konzept für diesen Arbeitsbereich. „Es ist sehr schwer, Eltern zu erreichen“, sagte Bertram. „Es geht nur über Beziehungsarbeit und intensive persönliche Ansprache.“ Das Team stellte fest, dass die Mitarbeit in Kindergärten und Schulen in unterschiedlichen Herkunftsländern anders gehandhabt wird. „Die kulturelle Bildung hat oftmals eine andere Art. Ich darf und soll hier mitmachen – das ist vielen Migranten gar nicht klar“, erzählte Thilo Schnor. Hier will das Team eine Vernetzung herstellen, Ziele benennen und Vorschläge für den Stadtteil einbringen.

Teilnehmerin Milena Feith ist Mitglied des Jugendstadtrates und hat eine klare Position: „ Ich wünsche mir, dass unsere Stadt eine Gemeinschaft wird, auch wenn wir alle unterschiedlich sind.“ mr

Das Konzept ist unter solingen.de/zuwilinks zu finden.