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01.03.2010 09:34
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Hund muss auch Kopfarbeit leisten

Von Carolin Seidel

„Es gewinnt der Hund, der am schnellsten ist und die wenigsten Fehler macht“, sagt Stefan Denig mit Blick auf den Parcours. Die Reithalle Bolthausen an der Melanchthonstraße ist kaum wiederzuerkennen: Reifen liegen auf dem Gelände, Wippen und Tunnel schmücken den Hallenbereich. Das „Agility-Fun-Hallen-Turnier“ der Hundeschule Denig ist in vollem Gange. Ob mit Hundekuchen, Futtersäckchen oder anderen Leckereien - die Vierbeiner hören aufs Wort und zeigen im Eiltempo, was sie die letzten Monate und Jahre gelernt haben.

40 Teams traten gestern an

Bereits seit vier Jahren veranstaltet die Hundeschule Denig zusammen mit vier weiteren Hundeschulen Spaßturniere für Mensch und Tier. „Auch für Hunde zählt die Kopfarbeit zu einer artgerechten Haltung. Die Leute sollen hier mit ihren Hunden Spaß haben“, so Stefan Denig. Das Spaßangebot nehmen die Hundefreunde gerne an: 40 Teams aus Mensch und Tier nahmen gestern an dem Turnier teil.

Von Rassehunden bis Mischlingen war alles dabei. Ob Anfänger oder Profi - jeder konnte teilnehmen und auf einen der begehrten Pokale hoffen. So auch Miriam Hensel (22), die mit ihrer Hündin Snoopy das Hallenangebot gerne annahm: „Ich gehe lieber auf Spaßturniere. Das ist viel lockerer“, erzählte sie. Aber auch Vereinsturniere habe sie mit ihrer siebenjährigen Hündin schon besucht. Sogar die Begleithund-Prüfung hat Snoopy bereits hinter sich. Dreimal pro Woche geht die Tierliebhaberin mit ihrer Hündin zum Agility-Training: „Es ist wichtig, dass man am Ball bleibt. Man sollte außerdem viel spazieren gehen und spielen. Der Hund muss ausgeglichen sein.“

Die zweijährige Hündin Evie ist da noch unerfahrener: Seit einem Jahr besucht sie mit ihrem Herrchen Olaf Reczko (46) die Hundeschule Denig. In den ersten Monaten lernte Evie erst den einfachen Hürdenlauf - mittlerweile kann sie nun auch andere Tricks, wie Apportieren oder auf zwei Beinen stehen. „Bei Tieren bekommt man alles nur mit Ruhe und Belohnungen hin. Wichtig ist der geistige und körperliche Ausgleich - dann wird der Hund aufmerksamer“, so Reczko.

Eine zeitliche Bestleistung legte Pudel Emmi hin: In 25 Sekunden raste die Hündin über alle Hürden und Hindernisse. Ihr Frauchen, Joana Heiliger (17), zeigte sich zufrieden: „Das ist heute ihr erstes Turnier. Wir trainieren erst seit einem Jahr - dafür hat sie super abgeschnitten.“ Jetzt wartet auf den kleinen Pudel ein neues großes Ziel: an richtigen Turnieren teilzunehmen.

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