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11.04.2012 10:43
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Hindenburg endgültig von Schildern entfernt

Zwei Jahre ist es her, dass der Hindenburgplatz in Walder Marktplatz umbenannt wurde: Nun wurden auch die letzten Schilder entfernt. Die Stadt Münster hat ebenfalls beschlossen, ihren Hindenburgplatz umzubenennen. Auch anderorts gibt es Diskussionen um Namensgeber, die etwa wegen ihrer Rolle im Nationalsozialismus als nicht erinnerungswürdig gelten.

Nach 1945 wurden Straßen konsequent umbenannt

Solingen sei in gewisser Hinsicht jedoch „sauber“, sagt Ralf Rogge, Leiter des Stadtarchivs. „Nach 1945 wurden hier viele Straßennamen geändert.“ Andere, wie Wuppertal, seien weniger konsequent gewesen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden in Solingen nicht nur Nationalsozialisten als Namensgeber aus dem Straßennetz verbannt, sondern auch solche, die mit Kriegshandlungen im Ersten Weltkrieg verbunden sind, wie der Jagdflieger Karl Allmenröder, ein Walder.

In Wald trugen einst mehrere Straßen die Namen solcher „Kriegshelden“ und wurden umbenannt, berichtet Rogge. „Nur einen hat man übersehen: Rudolf Berthold.“ Doch die Stadtverwaltung löste das Problem auf clevere Weise: Offiziell trägt die Bertholdstraße einfach einen männlichen Vornamen.

Kritisch gesehen wird heute auch Adolf Lüderitz (Lüderitzweg), der Namibia eher rücksichtslos als deutsche Kolonie erschloss. In vielen Städten gab es deshalb bereits Umbenennungsanträge. „Andererseits trägt in Namibia selbst heute noch eine Stadt seinen Namen“, sagt Rogge.

In Solingen stelle sich auch eher die Frage, wer nicht Namensgeber ist. So wird bislang nicht an Willy Brandt erinnert. „Aber es ist auch schwierig, dafür eine angemessene Straße zu finden.“ asc

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