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29.04.2011 14:33
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Haus-Graven-Geheimnis gelüftet

Von Lothar Müller

Langenfeld. Die Renovierung im Haus Graven ist abgeschlossen. Am 15. Mai beginnt das Programm: Mit einem „Tag der offenen Burg“

HAUS GRAVEN

Geschichte Die Wasserburg wurde im 13. Jahrhundert als Stammsitz derer von Graven erbaut. Nach der Zerstörung durch Raubritter im 30-jährigen Krieg wurde die Vorburg 1656 wieder aufgebaut.

Nutzung Nach verschiedenen Nutzungen auch zu Wohnzwecken mietete die Stadt zunächst für zehn Jahre die Wasserburg und übertrug die Nutzung ab 2011 dem Förderverein. www.hausgraven.de

wird die Wasserburg Haus Graven als kultureller Leckerbissen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Auf einer Bühne im Burghof sorgen bis auf das Jagdhornbläsercorps Hilden Langenfelder Gruppen von 11 bis 18 für musikalische Unterhaltung.

Die Firma Hitzegrad sorgt für
die Bewirtung der Gäste

Walter Lohmann, Chef des Romantik-Hotels Gravenberg, wird die von ihm bewirtschaftete „Burgstube“, die im Sommer von Wanderern täglich besucht werden kann, eröffnen. Die Solinger Firma Hitzegrad sorgt nicht nur am Tag der offenen Burg, sondern auch bei anderen Veranstaltungen für die Bewirtung der Gäste mit Speisen.

„Ich bin optimistisch, dass die Öffnung der Wasserburg eine runde Sache wird“, zeigt sich Lothar Marienhagen, Vorsitzender des Fördervereins, optimistisch. Seit Jahresanfang wurden die Räume renoviert, die Sicherungsanlagen erweitert und dem erforderlichen Brandschutz Rechnung getragen.

Und ab sofort ist die Burg wieder bewohnt, von einem „Burgherrn“, dessen Aufgabe es ist, die Räume zu betreuen und das Umfeld in Ordnung zu halten.

Das Nutzungskonzept sieht langfristige und wechselnde Ausstellungen moderner, zeitgenössischer Kunst vor. Es wird eine Dauerausstellung zur Geschichte der Wasserburg und ihres Umfeldes in einem besonderen Raum vorbereitet, für die der Verein noch Exponate, Ausstellungsstücke, Fotos und Urkunden sucht.

Veranstaltungen für Schulen über die Geschichte der Region, naturkundliche Exkursionen im Gebiet um die Wasserburg, Konzerte und Lesungen, auch Open-Air-Konzerte und ein Freilichttheater sind geplant. Jährlich sollen ein Burgfest im Sommer und ein Weihnachtsmarkt im Advent gefeiert werden.

Die Stadt Langenfeld wird Haus Graven für repräsentative Zwecke nutzen. Und schließlich sind Trauungen durch das Standesamt mit anschießendem Empfang und die Vermietung für Vereins- und Firmenveranstaltungen sowie Familienfeiern vorgesehen. Die erste Kunstausstellung des bekannten Expressionisten Ewald Platte wird ebenfalls am 15. Mai eröffnet.

Hohen künstlerischen Ansprüchen dürften ein Violinkonzert am 27. Mai und ein Konzert der Jungen Philharmonie Köln am 23. Juni gerecht werden.

Da das Konzept auf ehrenamtlicher Mitarbeit aufgebaut ist, sucht der immerhin schon 77 Mitglieder zählende Verein (Jahresbeitrag 60 Euro, mit zweitem Familienmitglied zusammen 90 Euro) noch ehrenamtliche Helfer, die sich bei Veranstaltungen zur Verfügung stellen.