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10.10.2011 11:19
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Haribo-Chef: „Werk Solingen ist gesichert“

Von Wolfgang P. Getta

„Das Werk Solingen ist welt-weit unser modernstes!“ Dr. Hans Riegel (88), Bonner Seniorchef von Süßwarenhersteller Haribo, hatte am Samstag allen Grund für solches Lob. Um Punkt 11.52 Uhr drückte er an der Wuppertaler Straße gemeinsam mit Werkleiter Arndt Rüsges und Maskottchen Goldbär auf einen roten Knopf: symbolischer Startschuss für das neue 20 Millionen Euro teure vollautomatische Hochregallager.

Riegel, bei Haribo nach wie vor der Ideengeber für neue Produkte, hob die Bedeutung des in eineinhalb Jahren realisierten Objekts hervor: Mit seinen fast 12 000 Palettenplätzen mache es nicht nur Logistikprozesse rationeller. Auf der alten Lagerfläche könne die Produktion ausgeweitet werden. Sie beträgt heute bereits mehrere 100 Tonnen am Tag.

„Eine frohe Botschaft für die Stadt Solingen.“

OB Norbert Feith

„Bei der Übernahme der Firma Hillers haben wir nie geglaubt, uns in Solingen so lange halten und auch wachsen zu können“, räumte der Seniorchef ein. Die heute rund 800 Mitarbeiter hätten gut zu tun. „Ihr Werk Solingen ist gesichert!“ Beim erwähnten Knopfdruck legte Riegel nach: „Füllen Sie dieses Lager mit Leben. Sie stärken damit den Standort NRW und den Standort Solingen.“

Oberbürgermeister Norbert Feith drückte seine Freude über das Erscheinen von Familie Riegel aus. Ihre Millionen-Investition in das Lager sei ein „Bekenntnis zu Solingen“ und somit „eine frohe Botschaft“ für die Stadt. Feith regte an, Haribo solle das Bemühen um den Status „Weltkulturerbe“ für die Müngstener Brücke mit einem Fruchtgummi in Brückenform unterstützen. Eine „interessante Vorstellung“ für Arndt Rüsges. Der Solinger Werkleiter (seit 2003) dankte für die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Bonner Firmenführung.

Von den 2000 Teilnehmern des Festakts stellten aktive und ehemalige Solinger Mitarbeiter nebst Familien plus Haribo-Führungskräfte aus anderen Werken die Mehrheit. Zum kleinen Kreis geladener Gäste (darunter Planungsdezernent Hartmut Hoferichter und Chef-Wirtschaftsförderer Frank Balkenhol) gehörte der Deutschland-Chef der Firma Swisslog, Lieferantin der diffizilen Technik des Vorratslagers. Dr. Volker Jungbluth hat ausgerechnet, dass auf den 11 400 Palettenplätzen rund vier Milliarden Goldbären zwischenlagern können.

Für Zeitvertreib der Gäste sorgten Haribos Racing-Team, der Show-Truck der Firma, eine Eisenbahn, ein Karussell und eine Hüpfburg für Kinder, Torwandschießen und Bullenreiten, Getränke- und Imbissstände sowie eine Fahrzeugschau der Freiwilligen Feuerwehr Gräfrath.