Snippets
Snippets
29.05.2010 09:56
Drucken Vorlesen Senden
Große Trauer um Marianne Göllner

Für das Wort „Morgensonne“ hat Marianne Göllner die Patenschaft beim Verein für Deutsche Sprache übernommen. Sie liebte Worte, Sätze, Texte, schrieb kleine Gedichte, die in Anthologien veröffentlicht wurden, und gestaltete auch buchstabengestützte Collagen. Ihre Fabulierlust, ihren Humor und ihr tiefes Interesse an Kunst und Kultur, aber auch am Menschen konnten die erleben, die beispielsweise an einer ihrer Führungen im Deutschen Klingenmuseum teilgenommen haben. Nach langer schwerer Krankheit fand sie in der Nacht zu gestern ihren Frieden.

Ein Vorbild für jeden, der sich ehrenamtlich betätigen möchte

Die Betroffenheit über ihren Tod ist groß in Solingen. Oberbürgermeister Norbert Feith betont: „Sie hatte die Gabe, auf Menschen zuzugehen. Man musste sie gern haben.“ Sie sei ein echtes Vorbild für jeden, der sich in dieser Stadt ehrenamtlich betätigen möchte. Ernst Lauterjung, Fraktionsvorsitzender der SPD, sagt bestürzt: „Der Tod von Marianne Göllner reißt eine Lücke in die Reihen unserer Fraktion, sie ist unersetzlich.“ Das gelte ganz genau so für die Vereine im kulturellen Bereich, in denen sie „in unnachahmlicher Weise“ gewirkt habe. 2006 bekam sie für ihren Einsatz den Rheinland-Taler des Landschaftsverbandes. Marianne Göllner war vor 22 Jahren in die SPD eingetreten, sie ist Mitgründerin des Vereins „Hexenkessel“. Und auf ihre Initiative wurde der Verein „Ehrenamt in der Kultur“ gegründet. Als Büchernärrin war sie aktives Mitglied im Freundeskreis der Stadtbibliothek.

Am 19. August wäre Marianne Göllner 70 Jahre alt geworden. Um die Sozialarbeiterin, die schon als Kind ein großes Faible für Kunst hatte, trauern besonders ihre über 90-jährige Mutter, die beiden Söhne nebst ihren Familien, vier Enkelkinder und ein großer Freundeskreis. Die Trauerfeier findet am Samstag, 5. Juni, um 10 Uhr in der Kapelle des Parkfriedhofs statt. kc