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25.07.2009 09:58
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Gräfrath: Klage gegen Windrad-Genehmigung läuft

Die Bürgerinitiative „Pro Gräfrath“ hat wie angekündigt gegen die Genehmigung für das Windrad im Bereich Ketzberg geklagt. „Die Klage gegen die Bezirksregierung Düsseldorf wurde eingereicht“, bestätigt der Anwalt der Initiative, Hans-Peter Weber. Gleichzeitig habe man eine Fachaufsichtsbeschwerde gegen Mitarbeiter der Behörde eingelegt. Damit wird das geplante Windrad auf dem Grundstück „Auf der Geleichten“ wohl vorerst nicht aufgestellt: „Die Klage hat aufschiebende Wirkung“, bestätigt Sarah Saretzki, Sprecherin der Bezirksregierung. Der Investor, die Windhagen GmbH & Co. KG aus Vreden, war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Hintergrund für die Fachaufsichtsbeschwerde sind angeblich falsche Zusagen: „Beim Ortstermin im Januar wurde uns vom Vertreter der Bezirksregierung gesagt, dass vor der Genehmigung ein Monitoring stattfinden soll“, sagt Initiativen-Sprecher Frank Fischer.

Umweltministerium befasse sich mit der Aufsichtsbeschwerde

In der Genehmigung stehe das Beobachten der Vogelwelt als Auflage aber nicht mehr drin. Fledermäuse und Vögel würden in einem Maß gefährdet, das bei Windrädern „unvermeidbar“ sei, hatte die Bezirksregierung lediglich festgestellt. Bei der Düsseldorfer Behörde weiß man von der Aufsichtsbeschwerde: Das Landesministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz befasse sich als übergeordnete Behörde nun damit, erklärt Sarah Saretzki.

Die Klage gegen die Genehmigung - an der genauen Begründung wird noch gearbeitet - bezieht sich laut Anwalt Hans-Peter Weber auf mehrere Punkte. So machen die Windrad-Gegner unter anderem die Lärmbelästigung durch die Anlage geltend. Außerdem sehe man eine „optische Beeinträchtigung“, erläutert Weber: „ Es stellt sich die Frage, ob es für den Einzelnen noch zumutbar ist, wenn er eine solche Anlage ständig vor Augen hat.“

Der Streit um das Windrad, das mit 150 Metern fast so hoch wie der Kölner Dom (157,58 m) wäre, zieht sich seit 2004 hin. asc