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11.08.2012 09:11
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Gold für Brink: Jubel im Ittertal

Von Miriam Wagner

Im Freizeitpark Ittertal wird es laut. Die Fans jubeln, und TSG-Trainer Helmut Weissenbach springt vor Freunde in die Luft. „Das haben sie super gemacht. Wir sind alle mächtig stolz.“

Ein spannendes Spiel entschied der „Solinger“ Julius Brink mit seinem Partner Jonas Reckermann am Donnerstagabend im Finale in London für sich. Olympia-Gold für Deutschland – Gold für Solingen. An der Beachvolleyball-Anlage im Ittertal wird mitgefiebert. „Trotz der beiden Matchball-Vergaben sind sie echt ruhig geblieben. Es war ein starkes Spiel und hätte nicht spannender sein können“, finden Patrick (25) und Pasquale (23) Czeckay.

Einige können es immer noch nicht glauben. Stefanie Eisler (19) zeigt ihre zitternden Hände. „Es war bombastisch und viel spannender als Fußball.“ Sie selbst spielt Beachvolleyball bei der TSG. „Ich liebe Spiele, in die man sich richtig reinversetzen kann.“ Die Stimmung nach der Entscheidung genießt auch Vera Maus. Die 73-Jährige war von Anfang an davon überzeugt, dass die beiden Jungs mit Gold nach Hause zurückkehren. 

OB GRATULIERT BRINK

GLÜCKWUNSCH-SMS Zum Gold-Sieg gratulierte Oberbürgermeister Feith per SMS: „Die Solinger haben Ihren sportlichen Weg in den letzten Tagen mit großer Begeisterung verfolgt und Ihnen beiden kräftig die Daumen gedrückt.“

„Ich hatte es im Gefühl.“

„Wir haben uns kurzfristig entschieden, ein Public Viewing zu veranstalten. Es lag nah. Links die Beachvolleyballfelder und hier die Leinwand“, erklärt Thomas Czeckay, Leiter des Freizeitbetriebes. Obwohl man nur über Mundpropaganda und das Internet auf die Veranstaltung hingewiesen hatte, sind doch die meisten Stühle besetzt. „Wir haben im Ittertal selbst den ganzen Tag gespielt, da bot es sich an, hier zu schauen“, sagt Stafan Hugenbruch (27). Er hatte schon vor Beginn mit einem Sieg gerechnet.

„Zum Ende hin haben sie es
noch mal spannend gemacht.“

Vom Spiel begeistert war auch Nils  Müller (21),  für den  das Beachvolleyballfeld im Ittertal schon fast ein zweites Zuhause geworden ist. Mit anderen Hobby-Sportlern trifft er sich fast täglich hier. „Zum Ende hin haben sie es noch mal spannend gemacht, aber man muss ja optimistisch bleiben.“ Helmut Weissenbach, Trainer von Julius Brink, sah für die beiden Olympiateilnehmer gute Chancen. „Sie fühlen sich in London wohl und möchten auf jeden Fall den nächsten Meilenstein legen.“ Vor Ort hat Brink drei Trainer, die ihn mit den richtigen Strategien auf das Spiel vorbereiten. „In Moskau hatten sie damals dieselbe Spielsituation und haben daraus gelernt. Sensationell.“ Das Daumendrücken hat sich gelohnt. Fleißig geübt haben Jan (8) und Kai (4) Thietmann mit Levi-Carl Weissenbach (4) vor Spielbeginn. „Das wird ein Kopf-an-Kopf-Rennen“, befürchtet Jan. Die drei Jungs spielen in der SWS-Beach-Academy. Wer weiß, vielleicht holen die Nachwuchstalente selbst in ein paar Jahren Olympia-Gold.