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10.04.2010 09:54
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„Galileum“ nun in Gaskugel?

Was für eine Achterbahnfahrt! Der eine Plan ist gescheitert, aber schon gibt es einen neuen: Das Millionenprojekt der Sternwarte Solingen, ein einzigartiges, hochmodernes Planetarium zu bauen, hat zunächst einen starken Dämpfer erhalten. Der geplante Bau im Südpark scheiterte, weil das Land nach geänderten Förderungskriterien keine finanziellen Mittel mehr für einen kompletten Neubau bereit stellen will. Dafür soll das Projekt „Galileum Solingen“ nunmehr an einem neuen, nunmehr dritten Standort entstehen: In Ohligs im Sanierungsgebiet an der Tunnelstraße.

Das Galileum soll, so hofft Dr. Frank Lungenstraß als Vorsitzender der Walter-Horn-Gesellschaft, die die Sternwarte betreibt, in den ehemaligen Kugelgasbehälter der Stadtwerke Solingen hineingebaut werden.

Dieser Vorschlag sei aus der Solinger Verwaltung gekommen: Jens-Peter Foitzik, Solingens oberster Denkmalschützer, hatte die Idee, als er im Dezember auf den von den Stadtwerken Solingen gestellten Abriss-Antrag des Gasbehälters stieß. Es seien danach unter Federführung von Baudezernent Hartmut Hoferichter viele Gespräche geführt worden, so Dr. Lungenstraß optimistisch: mit den Stadtwerken, möglichen Fördergebern des Landes, mit Technikern, Statikern und einem Ingenieurbüro. Ein erster Entwurf eines Architekten, der derzeit als Arbeits- und Diskussionsgrundlage diene, liege inzwischen vor.

Nach erster Schätzung belaufen sich die Kosten für das Grundstück an der Tunnelstraße sowie für die Umnutzung und Herrichtung des Kugelgasbehälters auf rund 3,7 Millionen Euro.

4,8 Millionen Euro soll das Projekt des Planetariums in Ohligs kosten

„Das wäre mehr als doppelt so teuer wie der bislang geplante Neubau im Südpark“, sagt Dr. Lungenstraß. Hinzu kommen wie bisher immerhin noch rund 1,1 Millionen Euro für die technische Ausstattung des Galileums, das eine einzigartige multimediale Erlebniswelt bieten soll, in der die Erde und das Universum die zentralen Rollen spielen.

Diese Beträge sollen nach Auskunft von Dr. Lungenstraß zu einem großen Teil - man erhofft sich rund 80 Prozent - über Förderprogramme des Landes (Städtebauförderung als Sanierungsgebiet) sowie anderer Träger und Einrichtungen wie dem Landschaftsverband aufgebracht werden. Rund 500 000 Euro müsse die Gesellschaft selbst aufbringen. „Das geht nur mit Hilfe von einigen tatkräftigen Sponsoren, einer Stiftung “, sagt der Vorsitzende. hpm