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15.04.2011 10:11
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Gäste trommeln für ein Zukunfts-Thema

Wie sieht eigentlich ein Türke aus? Die Frage der Moderatorin Pinar Atalay beantwortetet Dr. Fritz Pleitgen als Vorsitzender der Geschäftsführung der „Ruhr 2010“ zu seinem Nachbarn gewandt so: „Wie Sie, Herr Minister.“ Die Lacher hatte NRW-Integrationsminister Armin Laschet (CDU) auch gleich auf seiner Seite, als er diese Episode ans Publikum weitergab.

Etwa 450 Gäste aus ganz Nordrhein-Westfalen nahmen gestern im Theater und Konzerthaus am vierten Landesintegrationskongress teil. Im Mittelpunkt stand dieses Jahr die Kultur - mit Blick auf das Jahr der Kulturhauptstadt Europas „Ruhr 2010“. Kultur wurde nicht nur diskutiert. Zu Beginn der Veranstaltung wurden alle Teilnehmer zum gemeinsamen Trommelerlebnis motiviert.

„Kultur verbindet Menschen. Sie unterhält und erbaut den Menschen, und sie macht neugierig auf Neues, auf das Gegenüber, das Fremde“, sagte Armin Laschet. So könne kulturelles und künstlerisches Schaffen zu gegenseitigem Respekt und Kennenlernen führen. Und er forderte in seiner Rede, dass sich die Kultureinrichtungen, Theater, Konzerthäuser und Opern stärker als bislang den Zugewanderten als potenziellem Publikum zuwenden. Er appellierte aber auch an die Migrantenselbstorganisationen und Moscheegemeinden, bei ihren Mitgliedern dafür zu werben, die Angebote von Bibliotheken, Musikschulen und Museen und allen anderen großen Kultureinrichtungen noch besser und intensiver zu nutzen. Nur zwei Prozent der Zuwandererfamilien würden Einrichtungen der Hochkultur nutzen.

Die Vielfalt traditioneller und kultureller Einflüsse sei im Alltag nicht immer unkompliziert und konfliktfrei, betonte Laschet. „Aber gerade hier kann Kultur helfen.“ Sie könne das Fehlen einer gemeinsamen Sprache, Miss- und Unverständnisse zum Ausdruck bringen. „Und die deutsche Sprache ist leichter über Kunst erlernbar.“ kc