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28.07.2009 09:48
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Festhalle abgesoffen: 70 000 Euro Schaden

Schock für viele Vereine, Organisationen und Privatleute, die für die nächsten Wochen den Saal der Ohligser Festhalle für Veranstaltungen oder Festivitäten angemietet hatten: Das Unwetter am vergangenen Dienstagabend hat auch enorme Schäden in der Festhalle angerichtet, so dass der Festsaal mindestens bis Ende September nicht genutzt werden kann.

Dirk Wagner, stellvertretender Leiter des Stadtdienstes Gebäudemanagement, bestätigte gestern auf ST-Anfrage: „Ja, wir müssen nach einem kapitalen Wassereinbruch das Parkett im Festsaal komplett erneuern.“ Den Grund für die Überflutung der Festhalle haben Experten inzwischen rekonstruiert: Während des Unwetters mit den anhaltend schweren Regenfällen und Hagelschauern hatten sich die Niederschläge im Kanal auf der Talstraße derart gestaut, dass die Abwässer in die Gebäudeanschlüsse zurückgedrückt wurden. Dabei war durch die Wasserkräfte ein Gullideckel angehoben worden, der sich im Festhallen-Gebäude an der Talstraßenseite zwischen Bühnenaufgang und Bistrozugang befindet. Folge: Der Saal und das Foyer wurden drei Zentimeter hoch überflutet. Entdeckt wurde der Schaden aber erst am nächsten Morgen. Da hatte sich das Stäbchenparkett aber schon vollgesogen und teilweise vom Estrich gelöst. „Eine Reparatur der 400 Quadratmeter großen Parkettfläche ist nicht möglich. Die Kosten für die Sanierung des Parketts dürften sich auf rund 70 000 Euro belaufen“, sagt Dirk Wagner.

Schock darum auch für die Stadt: Da für das Gebäude keine Versicherung gegen Elementarschäden besteht, bleibt sie auf den Sanierungskosten sitzen.

Die Arbeiten müssen ausgeschrieben werden. Bis Ende September soll die Sanierung abgeschlossen sein. Hallenmanager Peter Assé: „Wir haben alle acht Saal-Mieter informiert und ihnen den Walder Stadtsaal oder den Konzertsaal als Ausweichquartiere angeboten.“ hpm