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23.07.2010 10:52
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Erste Bäume für neue Kita fallen

Von Felix Magin

Die ersten Bäume für eine neue Kindertagesstätte an der Augustastraße sind gestern gefallen. Insgesamt 34 Laubbäume müssen weichen, damit zwei neue Kitas gebaut werden können: an der Augustastraße und der Schwertstraße. „In der nächsten Woche fallen die Bäume am Standort Schwertstraße neben der Korkenzieherbahn“, teilt die Stadt mit. Gerodet werden müsse auch ein Waldstück von rund 1650 Quadratmetern an der Augustastraße.

1650 Quadratmeter Wald sollen in Mitte neu angepflanzt werden

Als Ersatz für die Laubbäume sollen die künftigen Außenanlagen der Kindergärten 35 neue Bäume mit einem Stammumfang von mindestens 20 Zentimetern erhalten. Die 1650 Quadratmeter Waldfläche sollen neu angepflanzt werden. Die Bezirksvertretung Mitte hat die Verwaltung beauftragt, das Waldstück im Stadtteil Mitte wieder aufzuforsten.

Auf die Frage hin, ob die Stadt nicht einen Standort hätte auswählen können, an dem weniger Bäume weichen müssen, sagt Stadtsprecherin Birgit Wenning-Paulsen: „Das ging leider nicht. Die Wahl des Standorts unterliegt zu vielen Voraussetzungen.“ So sei zum Beispiel der Stadtteil festgelegt gewesen.

Während die Vorbereitungen auf Hochtouren laufen, ist immer noch offen, wann die Bauarbeiten beginnen können. Dirk Wagner vom Gebäudemanagement der Stadt erklärt, dass sich ein abgelehnter Mitbewerber, der die Kitas bauen wollte, bei einer Beschwerdestelle, die bei der Kommunalaufsicht in Düsseldorf angesiedelt ist, beschwert hat. Der Hintergrund: Ende vergangenen Monats hatten die Mitglieder des Haupt- und Personalausschusses der Auftragsvergabe an ein Unternehmen zugestimmt, das die Bauarbeiten koordinieren soll. Dies war einem Mitbewerber offenbar ein Dorn im Auge, schließlich geht es um eine hohe Summe: 3,8 Millionen Euro. Diese sollen größtenteils aus Mitteln des Konjunkturpakets II kommen.

Vorerst kann die Stadt den Zuschlag nicht erteilen

Solange die Beschwerdestelle den Fall nicht entschieden hat, kann die Stadt den Zuschlag für den Auftrag nicht erteilen. Dabei tickt die Uhr. Denn die aus dem Konjunkturpaket II finanzierten Maßnahmen müssen bis Ende 2011 mit dem Land abgerechnet werden. „Wir haben uns deshalb die Frist gesetzt, alle Baumaßnahmen im Sommer 2011 abgeschlossen zu haben“, so Wagner.

Dennoch bestehe keinerlei Grund zur Sorge, sagt Wagner. Die Stadt habe der Beschwerdestelle unaufgefordert eine Stellungsnahme zum Protest des Mitbewerbers geschickt. Die Zuschlagsfrist habe man vom 2. Juli in den August hinein verlängert.

Wagner rechnet derzeit mit einer Verzögerung von vier bis sechs Wochen durch den Protest des Mitbewerbers. Damit liege die Stadt immer noch gut im Zeitplan. Das gelte auch, falls sich der Mitbieter nach einem negativen Bescheid der Beschwerdestelle noch an die Vergabekammer wenden sollte. „Wir würden dann trotzdem mit den Bauarbeiten beginnen“, so Wenning-Paulsen. Rechtlich sei dies möglich.