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08.09.2010 10:37
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Entsorgungsbetriebe: Dickes Minus

Das Ergebnis der Entsorgungsbetriebe Solingen (EBS) fällt für 2009 deutlich schlechter aus als erwartet. 302 000 Euro fehlen laut einer öffentlichen Vorlage des Beteiligungs-Managements, über die demnächst der Betriebsausschuss Entsorgung und der Beteiligungsausschuss beraten werden. Schuld seien vor allem die sinkenden Gebühren und fehlende Entgelte. Ursprünglich hatte man bei den EBS mit einem Gewinn von rund 475 000 Euro kalkuliert. Im Jahr 2008 hatte es einen Jahresüberschuss von etwas über einer Million Euro gegeben.

Bei den Gebühren liegt die größte Abweichung im Bereich „Schmutzwasser“. Aufgrund wegbrechender Mengen liegen die Umsatzerlöse hier fast 1,3 Millionen Euro niedriger als ursprünglich erwartet. Auch die Entgelte bei der Müllverbrennung sind um über eine Million Euro gesunken. Dies wird in der Vorlage vor allem mit dem Preisverfall begründet, den es aufgrund der schlechten Konjunktur gegeben habe. Dazu kämen illegale Entsorgungswege. Als Beispiel wird hier die Entsorgung von „Hausmüll in Tongruben“ genannt.

Immerhin: Die EBS haben im Geschäftsjahr 2009 keine neuen Darlehen aufgenommen. Außerdem wurden knapp zehn Millionen Euro an Darlehen getilgt.

Im ebenfalls bereits vorliegenden Bericht für das zweite Quartal 2010 wird wieder ein Gewinn von 1,2 Millionen Euro ausgewiesen. „Jedoch ist dieses Ergebnis von unterjährigen Schwankungen (. . .) und sehr schwer planbaren Faktoren wie Wetterbedingungen und Reparaturen an Fahrzeugen und technischen Anlagen geprägt.“ bjb