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05.05.2010 11:46
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Einstweilige Verfügung gegen "Pro NRW"

Mit Applaus wurden Gregor Merten und Carmen Dietrich nachmittags am 1. Mai vor der Bühne von „Bunt statt Braun“ in der Fußgängerzone empfangen. Die beiden Künstler hatten den „Engel der Kulturen“ mitgebracht. Das ist ein Rad, das, wenn es auf dem Boden liegt und mit Sand aufgefüllt wird, durch ein Kreuz, einen Halbmond sowie einen sechszackigen Stern zu einem Engel wird. Viele Aktionen wurden schon mit dem „Engel der Kulturen“ durchgeführt. Beispielsweise am 9. November 2008, dem 70. Jahrestag der Reichspogromnacht. Da wurde in Köln symbolisch Dom, Synagoge und Moschee verbunden, indem die Künstler die rollende Stahlskulptur von einem Gotteshaus zum anderen bewegt und vor jedem ein Sandbild der innenliegenden Figur erzeugt haben.

 Seit vergangenen Montag sind die Künstler und die Abraham-Karawane mit dem „Engel der Kulturen“ auf dem Weg nach Istanbul. Die Aktion findet im Rahmen der Kulturhauptstädte Europas 2010 statt. Ihr Weg führt die Künstler von Essen über Augsburg in die Kulturhauptstadt Pécs (Ungarn), dann unter anderem nach Tuzla (Bosnien-Herzegowina), Kraljevo (Serbien), Skopje (Mazedonien), Thessaloniki (Griechenland), Istanbul (Türkei). Zurück geht es über Sofia (Bulgarien), Belgrad (Serbien), Dubica (Bosnien) und Banja Luka (Bosnien).

Derzeit hat Gregor Merten eine einstweilige Verfügung gegen „Pro NRW“ vor dem Kölner Verwaltungsgericht durchgesetzt. Die Bürgerbewegung hat ihn einfach mit dem „Engel der Kulturen“ in einer Wahlkampfzeitung abgebildet. Diese darf „Pro NRW“ nicht mehr verbreiten. kc