LUNGENTAG In Bethanien gab es Infos rund um Asthma und COPD.
Anlässlich des 12. Deutschen Lungentags am 26. September hatte das Krankenhaus Bethanien nebst Freundeskreis schon am Samstag wieder zu einem Info-Tag eingeladen. Dieses Jahr standen die Erkrankungen Asthma und COPD im Mittelpunkt.
„Die Tendenz zu Asthma steigt“, erklärt Dr. Winfried Randerath. Das hänge gerade mit der Zunahme von Allergien zusammen. Sie machten wie Rauch und Feinstaub die Atemwege offenbar empfänglicher für die chronische Erkrankung, die zu engeren Atemwegen durch Schleim oder Gewebeschwellung führe. Auch Vererbung spiele eine Rolle. Das gelte genauso für COPD. Mit dem englischen Kürzel wird eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung bezeichnet: Etwa eine dauerhafte Bronchitis gehört zu der Gruppe von Erkrankungen.
„Dabei sollte man immer frühzeitig zum Hausarzt gehen“, betont Randerath: „Auch Fließschnupfen oder Hustenreiz beim Anbraten mit Fett ist ernst zu nehmen.“ Das weiß auch Gertrud Neuhaus, die sich in Bethanien über Behandlungen wie Atem- oder Physiotherapie informierte: „Ich kriege meinen Husten nicht weg“, so die Betroffene, die eine verschleppte Erkältung vor Jahren als Ursache für ihre chronische Bronchitis ausgemacht hat.
Eine Regel gilt schließlich für alle Erkrankten, das war bei den Fachvorträgen und im erstmals genutzten großen Messeraum in der Kapelle allerorten zu hören: Am Ball bleiben und sprichwörtlich einen langen Atem entwickeln. Ob Ernährung, Bewegung oder die Einnahme von Medikamenten wie Antibiotika: Die nachhaltige besprochene Anwendung mache den Erfolg aus.
Dass die Verknüpfung von Fachklinik, Altenheim und ambulanter Pflege im „Solinger Konzept“ neben dem Info-Angebot mit Tests und Messungen laut Randerath bundesweit ganz vorne ist, kann Ingrid von Norman von der COPD-Selbsthilfegruppe Düsseldorf nur bestätigen: „Hier ist es besser als anderswo, weil die Patienten die Unterstützung der Ärzte haben.“ dn