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12.02.2011 10:14
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Durchbruch für O-Bus bis Vohwinkel-Bahnhof

Eine schier unendliche Geschichte scheint nach fast 30 Jahren Verhandlungen, Planungen, unzähligen Beratungen, Treffen und Absagen doch noch ihr gutes Ende zu finden: Voraussichtlich „schon“ ab Mitte 2012 soll die O-Bus-Linie 683 (Burg, Solingen-Mitte, Gräfrath, Vohwinkel) bis zum Bahnhof in Vohwinkel verlängert und dort der Bahnhofsvorplatz endlich ausgebaut werden.

Am Donnerstagabend gelang in einer Mammutsitzung am „Runden Tisch“ im Barmer Rathaus - unter Federführung der Bezirksvorsteher aus Gräfrath und Vohwinkel - der Durchbruch. Dabei waren auch Vertreter der Deutschen Bahn, des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR), der Verkehrsbetriebe der Städte Wuppertal (WSW) und Solingen (SWS), der Rheinbahn, der Planungsverwaltungen der beiden Städte sowie der Wülfrather Bauunternehmer und Investor Uwe Clees. Letzterer baut in unmittelbarer Nähe des Vohwinkeler Bahnhofs das Großprojekt „Kaisermeile“.

Bislang scheiterte die Verlängerung der O-Buslinie stets an den Kosten - auch für den Umbau des Bahnhofsvorplatzes. „Der Knoten ist durchschlagen“ bestätigte gestern Udo Vogtländer, Vorsteher der Bezirksvertretung Gräfrath. Er hatte mit seinem sozialdemokratischen Amtskollegen in Vohwinkel, Heiner Fragemann, im Herbst 2010 nach Jahren der Stagnation nochmals die Initiative für dieses Projekt ergriffen. Nach dem ersten Treffen im September lagen am Donnerstag zwei Planungsvari-anten vor. Alle Beteiligten haben sich dafür entschieden, den denkmalgeschützten Vorplatz teilweise mit Pflastersteinen sowie mit einer Asphalt-Rundspur zu bauen.

Finanzierungsmodell macht das Projekt möglich

„Türöffner“, so Vogtländer, sei allerdings allein gewesen, dass für diese Variante auch die Finanzierung für den rund 500 000 Euro teuren Umbau gesichert sei. „Der VRR hat uns Fördermittel in Höhe von 85 Prozent zugesagt.“ Der Rest werde die Städte Wuppertal und Solingen ebenfalls nicht belasten. Die 61 000 Euro übernehmen jetzt anteilmäßig die WSW, SWS, Rheinbahn und Investor Clees, der die Basaltsteine und Bordsteinkanten verlegt. Bis April müssen jetzt Pläne und Förderanträge eingereicht sein.

Indes steht der SWS-Verkehrsbetrieb längst „Gewehr bei Fuß“: 15 neue Hess-O-Busse mit leistungsfähigen Hilfsmotoren sind für 13 Millionen Euro angeschafft. Wie schon in Unterburg sollen sie zukünftig auch am anderen Ende der Linie die 800 Meter lange Strecke zwischen dem Schwebebahnhof Vohwinkel und dem Vohwinkeler Bahnhof überbrücken. Denn eine Elektrifizierung mit Fahrbahntieferlegung ist dort wegen der Schwebebahnbrücken und der Bahnunterführung direkt vor dem Bahnhof aus Kostengründen (vier Millionen Euro) unmöglich. hpm