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11.05.2012 12:30
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Dürpel-Chefin schafft Platz für Buden

Von Dirk Lotze

Helfer schleppen Kisten voller Kabel, zwischen zwei Imbissbuden kommt noch ein Pavillon dazu. Sabine Vermeegens Handy klingelt: Ein weiterer Trecker mit einem Stand im Schlepp wird an der Düsseldorfer Straße gemeldet. „Die brauchen alle von mir die Freigabe“, sagt die Organisatorin des Dürpelfests.

Feuerwehr, Ordnungsamt und Polizei prüfen die Sicherheit heute um 11 Uhr

In der Ohligser Fußgängerzone haben die Vereine tagelang gearbeitet, damit das Fest heute Nachmittag eröffnen kann. Um 11 Uhr fährt die Feuerwehr mit einer Drehleiter durch die Budengasse, um die Rettungswege zu prüfen. Dass alles reibungslos läuft, liegt in der Verantwortung der 43-jährigen Bürokauffrau Vermeegen, Schatzmeisterin der Ohligser Werbe- und Interessengemeinschaft.

„Den Plan haben wir schon auswendig im Kopf“, sagt Vermeegens Vorstandskollegin Ute Morsbach-Michels. Sie betreut das Kulturprogramm mit 24 Bands auf sechs Bühnen. Die beiden Frauen haben sich mit Bergschuhen für viele Kilometer Kontrollgänge gerüstet.

„Ich habe einen Tretroller“, sagt Beschallungs-Fachmann Helmut Kaiser (56). Kabel, Boxen und Gestelle haben seine Teams seit Montag gepackt, die Techniker sind im Schichtdienst vor Ort.

Vermeegen hat eine gelbe und eine rote Karte griffbereit in ihrer Weste – wie eine Schiedsrichterin: „Die sind für die Standbetreiber, die ihre Musik zu laut aufdrehen. Die Leute haben sich beklagt, dass man sich manchmal nicht mehr unterhalten kann.“

SICHERHEIT EINSATZLEITUNG Das Technische Hilfswerk (THW) baut am Bremshey-Platz eine Führungsstelle auf. Bei Notfällen wird die Einsatzleitung an Feuerwehr oder Polizei abgegeben.

LADENSCHLUSS Der Kaufpark an der Düsseldorfer Straße schließt am Freitag und Samstag bereits um 20 Uhr, das teilen die Organisatoren mit.

Entlang der langen Budenreihe bleibt wenig Platz, um etwas dazwischen zu stellen. „Vorhin hat das Ordnungsamt angerufen, dass an der Forststraße ein Laster den Weg blockiert“, sagt Vermeegen. „Wir waren eigentlich wegen einer anderen Angelegenheit da“, erläutert Achim Weiser vom Stadtdienst Ordnung. Die Zusammenarbeit beim Dürpelfest sei gut: „Der Veranstalter weiß, worauf es uns ankommt.“

Vermeegen hat 24 Getränkestände von 22 Vereinen im Blick, hat die Plätze für Malteser und Ordnungsdienst auf ihrem Plan markiert: „Das Technische Hilfswerk übernimmt die ganze Kommunikation und übt für uns das Hausrecht aus.“ Bei Notfällen müssen die Standbetreiber eine eigens eingerichtete Notfall-Handynummer anrufen – das THW fordert dann Hilfe an.

Vorbereitet wird auch die Jugendfördereinrichtung Interju an der Nippesstraße. Nach Alkohol- oder Drogenmissbrauch sollen Jugendliche dort betreut werden. „In der Polizeiwache wäre das nicht mehr gegangen“, sagt Vermeegen. Jetzt werde der Diskoraum geräumt: „Wir haben gesagt, es muss nichts Besonderes sein. Die sollen es ja nicht noch nett haben.“

Persönlich werde sie am Fest trotz allen Stresses Freude haben, sagt Vermeegen: „Hier kennen sich alle. Es stimmt, wenn die Leute sagen: Wer auf dem Dürpel niemanden trifft, hat keine Freunde.“