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18.07.2012 09:54
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Dschihad-Ikone lebt jetzt in Solingen

Die Ehefrau des rechtskräftig verurteilten islamistischen Terroristen Fritz Martin Gelowicz, des Kopfes der Sauerland-Gruppe, ist nach Solingen übergesiedelt. Damit scheint das bestätigt, was das Tageblatt schon vor Monatsfrist vermutet hatte: Filiz Gelowicz unterhält intensive Kontakte zu den Solinger Salafisten des verbotenen Moscheevereins „Millatu Ibrahim“. Sicherheitskreise haben dies dem ST inzwischen bestätigt. Die Ulmerin hat eine kleine Wohnung an der Konrad-Adenauer-Straße bezogen – in Sichtweite zu den Räumen des im Juni von Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich verbotenen Moscheevereins.

Fritz Martin Gelowicz gehörte zu der vier „Gotteskämpfer“ umfassenden Sauerland-Gruppe. Im Prozess gegen die vor fünf Jahren aufgeflogene Terrorzelle hatten die Angeklagten vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf gestanden, Anschläge auf US-Soldaten in Deutschland vorbereitet zu haben. Gelowicz galt als Rädelsführer der Gruppe und wurde 2010 zu zwölf Jahren Haft verurteilt.

Auch seine Frau Filiz wurde im März 2011 zu zwei Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt. Sie hatte Terror-Propaganda verbreitet und Terrororganisationen mit Geld unterstützt. Im April dieses Jahres wurde sie wegen guter Führung vorzeitig aus der Haft entlassen. In der Islamistenszene ist Filiz Gelowicz auch unter dem Namen Umm Sayfillah Al-Ansariyya bekannt. Dschihadistisch orientierte Salafisten um den österreichischen Hassprediger Mohamed Mahmoud, alias „Abu Usama al-Gharib“, der im Frühjahr ebenfalls mehrere Monate in Solingen lebte und sich inzwischen nach Ägypten abgesetzt hat, nutzten die Verurteilung der 30-Jährigen für Propagandazwecke: Sie stilisierten sie zur Ikone der Gotteskrieger-Bewegung. hpm » Mehr auf S. 14