Snippets
Snippets
16.09.2010 18:34
Drucken Vorlesen Senden
Wird heute die B 229 n zu Grabe getragen?

Heute soll das Gutachten zur Verlängerung der Viehbachtalstraße, der Landstraße 141, und zum Neubau der B 229 n als Verlängerung ab Landwehr mit Anschluss an das Langenfelder Kreuz vorgestellt werden. Das hat gestern das Düsseldorfer Verkehrsministerium angekündigt. Staatssekretär Horst Becker (Grüne) will das Gutachten vorstellen. Und wie das ST erfuhr, will er sogleich konkrete Konsequenzen der rot-grünen Landesregierung aus dem Gutachten kundtun. Dies und die Tatsache, dass die neue rot-grüne Landesregierung in ihrem Koalitionsvertrag eindeutig der Sanierung und dem Ausbau bestehender Straßen den Vorzug vor neuen Straßen geben will, lässt vermuten, dass die beiden neuen Straßen heute zu Grabe getragen werden.

Ursprünglich sollte die Trasse der B 229 n zwischen Ohligs und Landwehr entlang der Bahnlinie verlaufen und die Viehbachtalstraße mit dem Langenfelder Kreuz verbinden. Das Gutachten sollte klären helfen, welchen Streckenverlauf die B 229 n genau nehmen soll. Auch sollte eine Verkehrsprognose für dieses Gebiet erstellt werden; mögliche Varianten, darunter eine Anbindung Solingens an die A 3 über die Bonner Straße und die Haus-Gravener-Straße, waren ebenso zu prüfen.

Im Herbst 2008 war das Gutachten von der damaligen schwarz-gelben Landesregierung in Auftrag gegeben worden. Es sollte im April 2009 vorliegen, doch immer wieder verzögerte sich die Fertigstellung. So wollte das Berliner Verkehrsministerium, das nur dann die B 229 n finanzieren will, wenn auch die Verlängerung der Viehbachtalstraße vom Land NRW abgesegnet wird, Teile des Gutachtens überarbeitet sehen. Dann stand die Landtagswahl bevor. Über Flurfunk des Düsseldorfer Landtags wurde da längst unverhohlen kundgetan, dass der damalige Verkehrsminister Lutz Lienenkämper (CDU) mit dem externen Gutachter „im Clinch“ liege. hpm