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Wird die Brücke Weltkulturerbe?
Oberbürgermeister Norbert Feith will die Müngstener Brücke in die Welterbe-Liste der UNESCO aufnehmen lassen. Er sieht die elegante Bogenbrücke als ein „Meisterwerk der menschlichen Schöpferkraft“, als einen „bedeutenden Schnittpunkt menschlicher Werte“ in Bezug auf die Entwicklung der Technik und als einen „bedeutsamen Abschnitt“ der Menschheitsgeschichte. Dies sind drei von sechs Kriterien, die nach der UNESCO-Konvention berücksichtigt werden müssen, wenn ein Denkmal in die Welterbeliste eingetragen werden soll. Nur eines der Kriterien muss erfüllt sein. Feith ist zuversichtlich, dass die Müngstener Brücke den Anforderungen in mehrfacher Hinsicht entspricht und will die Eintragung der Brücke in die Weltkulturerbeliste der UNESCO vorantreiben. Was ihn hoffnungsvoll stimmt, ist die Ersteinschätzung eines Universitätsprofessors der Technischen Hochschule Aachen und Experten für Welterbestätten, der schon im Februar 2011 im Gespräch mit dem OB zu einem positiven Urteil gekommen war. Den Kontakt vermittelt hatte die Bergische Entwicklungsagentur, die auch das Antragsverfahren betreuen soll. Schon bis Oktober 2011 müssen die nordrheinwestfälischen Städte und Gemeinden dem Land Welterbestätten benennen. Ein entsprechender Aufruf der Landesregierung an die Kommunen ist in Vorbereitung. Die UNESCO bearbeitet nur noch weltweit 45 Anträge pro Jahr und Vertragsstaaten dürfen maximal zwei Anträge pro Jahr einreichen. Bis Herbst 2012 soll deshalb jedes Bundesland zwei Vorschläge erarbeiten, die von einer Expertengruppe auf ihre Erfolgschancen geprüft und im Jahr 2014 von der Kultusministerkonferenz der Länder verabschiedet werden. Qualifizierte Bewerbungen aus dem Segment der Industriekultur sind nach den bisher geführten Fachgesprächen noch unterrepräsentiert. Feith sieht in dem Verfahren eine große Chance für das Bergische Städtedreieck und die Pläne, den Tourismus in der Region voranzubringen: "Ich hoffe, dass die Diskussion auch den Brückeneigentümer, die Bahn, für das Schicksal der Brücke sensibilisieren wird. Ein Weltkulturerbe lässt man nicht verkommen.“ Und außerdem, so die Stadt, tun sich vielleicht neue Fördertöpfe auf, aus denen die Bahn schöpfen könnte: So gibt es ein Bundesprogramm zur Förderung der UNESCO-Welterbestätten. Finanzielles Volumen für den ersten Förderzeitraum 2009 bis 2014: 220 Millionen Euro. red |
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