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27.06.2008 08:44
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Wer gibt das Geld für ein Kombi-Bad?
Wer will das bezahlen? Das ist die Kernfrage, die das Rathaus für seine Kombi-Bad-Idee beantworten muss. Der Plan soll den Befreiungsschlag bringen. Es gilt, ein modernes, bedarfsgerechtes Bäderangebot mit den Sparzielen des überschuldeten Stadt-Haushalts zu vereinen.

Daher wäre es dem scheidenen Kämmerer und Sportdezernenten Ernst Schneider (CDU) das Liebste, diese Aufgabe einem privaten Unternehmen zu überlassen, das Investition und Betrieb übernimmt. Ein städtischer Jahreszuschuss in Höhe von 700 000 Euro soll das Vorhaben schmackhaft machen.

Schneider kündigt in Kürze erste Sondierungen auf dem Markt an. Ein Fachmann soll nach potenziellen Interessenten fahnden. Bei dem beauftragten Experten handele es sich um jemanden, der weder selbst baue oder investiere noch Bäder betreibe, versichert der Dezernent. Erste Ergebnisse erwartet er in den kommenden Wochen. Die Erkenntnisse, so Schneider, könnten den Umfang der Machbarkeitsstudie spürbar begrenzen. Diese soll die Grundlage liefern, um bis Ende des Jahres eine endgültige Entscheidung pro oder kontra Kombi-Bad zu fällen.

Bisher hat kein Investor angeklopft. In Kreisen der Stadtverwaltung sowie der Politik wächst bereits die Sorge, dies könne so bleiben. Der städtische Zuschuss sei den Geldgebern zu gering, fürchten Skeptiker. Außerdem klängen die Besucherzahlen zu optimistisch, auf denen das Bad-Konzept fuße.

Was also, wenn am Ende kein Investor will? „Spekulationen“, sagt Schneider, „wir haben ein klares Ziel.“ Und wenn dieses unerreichbar sein sollte? „Dann haben wir die Bäder, die noch in Betrieb sind.“ kra » Guten Morgen