Unermüdlich setzen die Grünen ihren Kampf gegen den Bau eines neuen Zubringers zur Autobahn 3 in Landwehr fort. Gestern traf sich die Solinger Landtagsabgeordnete Sylvia Löhrmann mit ihrem Langenfelder Kollegen Victor Haase sowie Mitgliedern der Bürgerinitiative „L 405-B229nein“, um in Rupelrath gegen das Straßenbauprojekt zu protestieren. Die erklärten das Gebiet rund um die historische Kapelle zum „Erdeschutzgebiet“. Hier, wo die Trasse die Bahnlinie kreuzt, präsentierten die Grünen ein Schild, das den ökologischen Wert der bedrohten Flächen in Erinnerung ruft.
„Die Natur ist hier ganz akut bedroht“, sagt Sylvia Löhrmann, die im NRW-Landtag die Grünen-Fraktion führt. Der Preis sei zu hoch für einen „nur minimalen Verkehrsnutzen“.Die Solingerin prophezeit schlimme Schäden für die Tier- und Pflanzenwelt, von deren Vielfalt Victor Haase nur so schwärmt. Hirschkäfer und seltene Amphibien seien auf der 4,5 Kilometer langen Trasse ebenso zu Hause wie zahlreiche Vogel- und Fledermausarten. Zudem prägten Biotope, Wald- und Quellgebiete sowie Streuobstwiesen die Naherholungsgebiete. Sylvia Löhrmann mag an deren Verlust gar nicht denken. „Erst stirbt die Biene und dann der Mensch“, zitierte sie Albert Einstein. Dabei existiert für die Grünen-Politikerin eine umweltschonende Alternative: „Über die gut ertüchtigte Bonner Straße kommt man zügig zur A 3“. Das Wohl der Solinger Wirtschaft könne kaum von einem Zubringer abhängen, der frühestens in 15 Jahren gebaut werde. Das müssten sich die Befürworter von CDU, FDP und SPD in Solingen wie auch im Landtag eingestehen.Auch die Bürgerinitiative, die bereits über 1300 Unterschriften gegen das Straßenbauprojekt gesammelt hat, will nicht locker lassen. Solingen müsse seine Grünzonen schützen, fordert Dieter Lehnick. „Alles andere ist zu kurz gedacht“, fürchtet Mareike Romünder.Die Mitglieder der Initiative treffen sich wieder am 13. Juni, um 19 Uhr im Bürgertreff im Börkhauser Feld. http://l405-b229nein.de.kra
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