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Video + Fotos: Sprengung dauert nur Sekunden
Bis zu 40.000 Menschen haben nach Polizeiangaben am Sonntag die Sprengung des Turmhotels mitten in der Solinger Innenstadt live miterlebt. Erwartet worden waren etwa 5000. Ein Großteil der auch von außerhalb angereisten Schaulustigen wartete geduldig bei der offiziellen Party am Weyersberg, bis das Schauspiel mit 80-minütiger Verspätung um exakt 14.18 Uhr endlich stattfand. Und dann ging es blitzschnell. Das 62 Meter hohe Gebäude sackte nach der Zündung von 100 Kilogramm Sprengstoff in wenigen Sekunden in sich zusammen. Die teilweise pulverisierten Gebäudereste fielen in die 2000 Quadratmeter große Baugrube am Neumarkt. Eine dunkle Staubwolke verhüllte anschließend das Umfeld. Nicht überall konnten die Zuschauer die Signalhörner des Sprengmeisters hören, so dass viele den mit Spannung erwarteten Augenblick verpassten. Zuvor hatte es zwei Verspätungen gegeben: Der 13-Uhr-Termin konnte nicht gehalten werden, weil sich noch Personen in den Wohnungen aufhielten, die hätten evakuiert werden müssen. Der zweite - auf 13.30 Uhr anberaumte - Sprengzeitpunkt wurde aufgeschoben, weil zusätzliche Matten zum Schutz der benachbarten Häuser aufgehängt werden mussten. Nichts desto trotz kam es in Folge der Sprengung zu Schäden im Umfeld des ehemaligen Turmhotels. Vor allem in der kleinen Fußgängerpassage zwischen Kölner Straße und Weyersberger Straße ging einiges zu Bruch. Außerdem wurden nach Polizeiangaben auch mehrere PKW und Wartehäuschen beschädigt. Außerdem, so der Dienstgruppenleiter der Polizei am Sonntagnachmittag, habe es an den Absperrungen auf den Straßen zur Innenstadt zeitweise massive Verkehrsbehinderungen gegeben. Um 15.30 Uhr konnten die Sperrungen wieder aufgehoben werden. "Stinksauer" war im Anschluss an die Aktion, der ausführende Sprengmeister Helmut Roller. Das Ergebnis sei zwar "wie es seien sollte", aber über die beiden Verzögerungen war der Routinier doch sichtlich verärgert. ff
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