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Verwirrspiel um „Drogen-Oma“
Die 81-jährige Rollstuhlfahrerin Christa K. aus Nürnberg ist am Dienstag vom Landgericht Nürnberg-Fürth zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt worden. Zwischen Juni und September 2008 soll sie die Drogengeschäfte ihres 53-jährigen Sohnes weitergeführt haben, als der im Gefängnis saß. Mit einem geschätzten Umsatz von 16 400 Euro soll die gehbehinderte und herzkranke Frau von ihrer Wohnung aus Heroin gekauft und wieder verkauft haben. „Drogen-Oma“ und „Rollstuhl“ - das kam „De Telegraaf“, der auflagenstärksten niederländischen Tageszeitung, bekannt vor. Und so verlegt sie die Drogengeschäfte der in Nürnberg verurteilten Seniorin in ihrer heutigen Berichterstattung nach Solingen. Möglicher Hintergrund: Im August war eine 84-jährige Merscheiderin festgenommen worden, die unter anderem mit ihrem Sohn (48) und ihr Enkel (25) einen Drogenring gebildet hatte. Als Kurier hatte die Bande einen 28-jährigen Solinger eingesetzt, der an den Rollstuhl gefesselt ist. „Das ist eine Verwechselung“, bestätigte der Sprecher des Nürnberger Gerichts am Vormittag dem Solinger Tageblatt. Was auch auf der Berichterstattung der Süddeutschen Zeitung beruhen kann. Die geht in Anlehnung an die Vorberichterstattung in der Boulevardpresse der Frage nach, ob Christa K. Deutschlands älteste Drogendealerin sei. Ergebnis: “Der Titel gebührt aber aller Wahrscheinlichkeit nach eher einer 84-jährigen Solingerin, die jüngst als „Drogen-Oma“ Medienruhm erlangte.“ Aktueller Stand im Fall der Merscheiderin, die wegen fehlender Fluchtgefahr auf freiem Fuß geblieben ist: „Die Ermittlungen sind abgeschlossen“, berichtet Wolf Baumert als Sprecher der Staatsanwaltschaft am Mittwochmittag. „Es muss jetzt über die Anklage entschieden werden.“ ff |
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