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28.01.2011 10:59
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Verkehrsplanung: Beinahe-Eklat um Dickenbusch

Zwei Mal war das Thema schon vertagt worden: Das für Solingen so wichtige Thema „Entlastung der Innenstadt vom Durchgangsverkehr“ stand gestern wieder einmal auf der Tagesordnung. Maximal 30 Minuten waren ursprünglich für die gemeinsame Sitzung der Bezirksvertretung Mitte (BV) und des Verkehrsausschusses geplant. Zwei Stunden wurden daraus - und wieder kam es zu keinem Beschluss. Denn erneut wurde das Thema vertagt. Dies war aber wohl die einzige Möglichkeit, um einem kurz bevorstehenden Eklat in dem Doppelgremium zu entgehen: CDU und FDP hatten unmissverständlich angekündigt, bei einem „Durchpeitschen“ eines Beschlusses zum gemeinsamen Antrag der Fraktionen von SPD, Grünen, BfS und Linke offiziell Beschwerde beim Oberbürgermeister einzulegen.

Begründung: Erst am Abend des Vortags waren Zusatzfragen der Grünen von der Verwaltung beantwortet worden. CDU und FDP hätten so keine Möglichkeit mehr gehabt, „die neue Situation“ in ihren Fraktion zu beraten. Andererseits wartete die CDU noch mit einem eigenen Prüfantrag auf. Der aber drohte von der Ratsmehrheit abgeschmettert zu werden.

Dabei sind die Fakten klar: Die Stadt hat kein Geld mehr, damit auch kaum noch Mittel, eine große Lösung zur Verkehrsberuhigung der Innenstadt anzugehen. Das ganz große Projekt der Südtangente zwischen Werwolf und Mangenberg ist darum schon vor zwei Jahren beerdigt worden. Ein Verkehrsgutachter wurde eingeschaltet. Dessen Fazit liegt auf dem Tisch: Er spricht sich eindeutig für eine Vorzugstrasse vom Werwolf über Birkenweiher, Kölner Straße, Friedrichstraße, Weyersberger Straße, Kotter Straße und August-Dicke-Straße zur Viehbachtalstraße aus. Sie führt also südlich und westlich an der Innenstadt vorbei - auf bestehenden, aber ertüchtigten Straßen.

Problem-Punkt bleibt weiterhin der Verkehrsknoten „Dickenbusch“

Problem-Punkt dabei: der Knoten Dickenbusch. Ein Kreisverkehr - fast vier Millionen Euro teuer - ist nicht finanzierbar. Eine kleine Lösung wurde jetzt nochmals abgespeckt. Der Verkehr soll demnach vom Werwolf kommend auf der Kölner Straße in einer neuen Linksabbiegespur in die Katternberger Straße abbiegen können, dann aber nur noch nach rechts in die Friedrichstraße abgeleitet werden. Eine Durchfahrt in Richtung Katternberg/Hossenhaus ist dann generell nicht mehr möglich. Der Verkehr aus Richtung Graf-Wilhelm-Platz muss dann über die Martin-Luther-Straße zur Katternberger Straße fahren.

Das aber halten CDU und FDP für fatal: Es würden nur neue Verkehrsprobleme geschaffen. Darum wollen sie wissen, ob nicht doch die Einfahrt in die Katternberger Straße möglich ist. Das soll jetzt bis zur nächsten gemeinsamen Sitzung am 14. Februar geklärt werden. hpm

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