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09.02.2008 09:19
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„Umweltschädlich, unsinnig und viel zu teuer“
Mit „viel sachlicher Aufklärungsarbeit“ und „publikumswirksamen Aktionen“ will die Bürgerinitiative gegen den geplanten Weiterbau der Viehbachtalstraße von Ohligs bis zum Langenfelder Kreuz Front machen. „Denn es gibt keinen vernünftigen Grund, diese neue Straße überhaupt zu bauen“, sagt Joachim Pütz.

Der Familienvater ist einer fünf sechs Sprechern der Initiative, die mittlerweile schon 1500 Unterschriften gegen den Weiterbau der L 405 zwischen dem Knoten Ober der Mühle und Landwehr gesammelt hat. Als Hausbesitzer im Wiefeldick - sein Haus müsste der zweispurigen Schnellstraße weichen - wäre er unmittelbar von dem Weiterbau betroffen. „Aber nicht nur, weil wir über 1000 direkt betroffene Anwohner sind, arbeiten wir in der Bürgerinitiative, sondern weil diese Straße natur- und unweltschädlich, völlig unsinnig und viel zu teuer wäre“, sagt Anna Spiegel von der Eichendorffstraße. Auch hier müssten Häuser der Straße weichen. „Wir stehen für Klimasschutz, für einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen und Steuergeldern sowie für sinnvolle Verkehrsanbindungen“, fügt Werner Koch von der Kiefernstraße hinzu und kritisiert die „pseudo-ökonomischen Gründe“ der Befürworter der Schnellstraße.

In einer Powerpoint-Präsentation, die auch als Web-Auftritt unter http://l405-b229nein.de ab 18. Februar im Internet abzurufen sein wird, begründet die Initiative ihre Argumente gegen die Schnellstraße mit Gutachter-Zahlen und Universitätsprognosen. Eckpunkte: Die Einwohnerzahlen sinken bis 2040 dramatisch, der Verkehr wird stark abnehmen, die Kosten sind mit geschätzten 90 Millionen Euro viel zu hoch. Die Straße sei nicht umweltverträglich, sie zerschneide Landschaftsschutz- und Naherholungsgebiete, zerstöre Häuser und belaste Anwohner mit Lärm und Abgasen.

Verkehrsstrategisch viel sinnvoller und wirtschaftlicher sei der Ausbau der nahezu parallel zur L-405-Trasse führenden Bonner Straße und die „vernünftigerweise“ viel westlichere - Richtung Düsseldorf - liegende Anbindung an die A 3 über die Haus-Gravener-Straße. Ein Gutachter der Stadt Langenfeld habe auch diese Anbindung befürwortet. hpm