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30.07.2009 09:27
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Straßenbeleuchtung: Zappendustere Nacht in Rupelrath

Von Christina Biermann

„Von mir aus kann man nachts ruhig ausschalten“, sagt Michael Bischoff. Gemeint ist die Straßenbeleuchtung in Rupelrath. Seit Einführung der städtischen Sparmaßnahmen sei es dort „zappenduster“. „Wir haben absolutes Verständnis für diese Maßnahme bei der finanziellen Lage der Stadt“, sagt Bischoff. Dem Familienvater fehlt allerdings das Verständnis dafür, dass seine Kinder morgens im Dunkeln zur Schule müssen. „Wir haben hier keinen Bürgersteig“, schildert er. „Ein Lkw und ein Pkw kommen kaum aneinander vorbei.“

Der Schulweg seiner zwei Söhne betrage etwa 500 Meter von der St.-Reinoldi-Kapelle bis zur Bushaltestelle an der Opladener Straße. Betroffen seien auch Nachbarskinder. Zwar handele es sich um eine verkehrsberuhigte Anliegersackgasse, jedoch herrsche reger Publikumsverkehr etwa durch Friedhofsbesucher.

Bischoff schlägt vor, die Beleuchtung nur in den dunklen Morgenstunden, besonders in den Herbst- und Wintermonaten, einzuschalten. Sein Anliegen richtete Bischoff bereits an die Stadt. „Alle waren sehr freundlich. An der Situation hat dies aber nichts geändert“, sagt er. „Man schlug mir vor, die Kinder mit Reflektoren auszustatten.“

Besonders stutzig mache ihn, dass vor rund zwei Jahren, im Zuge von Wartungsarbeiten, die Beleuchtung erst aufgerüstet worden sei. Das sei aus rechtlichen Gründen notwendig gewesen. Durch sein Nachfragen erreichte Bischoff einen Ortsbesichtigungstermin.

Stadt stellte fest: Alles bleibt, wie es ist

Dies bestätigt auch Stadtsprecherin Birgit Wenning-Paulsen. „Es waren Polizei, Schulverwaltungsamt und die Straßenverkehrsbehörde vor Ort“, erklärt sie. „Der Termin ergab, dass keine Nachbesserung nötig ist.“ Begründet sei dies vor allem durch die Geschwindigkeitsbeschränkung auf 20 Stundenkilometer und das geringe Verkehrsaufkommen. Wenning-Paulsen bestätigt, dass bei den Wartungsarbeiten auch an der Beleuchtung gearbeitet wurde. „Allerdings wurden nur alte Holzmasten ausgetauscht und nicht die Anzahl der Laternen erhöht“, so die Stadtsprecherin. Desweiteren seien zu diesem Zeitpunkt die zwingenden Sparmaßnahmen noch nicht abzusehen gewesen.

Grundsätzlich empfiehlt sie, sich weiter an die Stadt zu wenden, wenn es Probleme mit der abgeschalteten Beleuchtung gibt. „Je nach Fall kann eine Besichtigung durchgeführt und bei besonderer Gefahr nachgebessert werden.“ Bisher sei dies allerdings noch nicht nötig gewesen.

Für Michael Bischoff und seine Familie gibt es keine Hoffnung auf eine Änderung der Situation, alles bleibt beim Alten.