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03.03.2009 08:44
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Stadt erstickt an ihren Schulden
„Die hohen Altschulden fressen alles weg.“ Marc Gnädingers Analyse ist so einfach wie alarmierend. Er arbeitet für die Bertelsmann-Stiftung, die jetzt mit Kennzahlen Einblicke in die Finanzlage aller Städte und Gemeinden in NRW gewährt, die 5000 oder mehr Einwohner haben. Die Zahlen für Solingen sind erschreckend: Ende 2007 entfielen auf jeden Einwohner 2150 Euro an Kassenkrediten. Diese dienen der kurzfristigen Finanzierung laufender Ausgaben. In Remscheid sieht es mit 3189 Euro pro Einwohner noch übler aus. Die Röntgenstadt liegt wie Wuppertal (2850 Euro pro Einwohner) unter den zehn am stärksten belasteten Kommunen in ganz Deutschland. Der bundesweite Durchschnitt liegt bei 720 Euro pro Einwohner.

Die Zinsen wirken wie ein Mühlstein

Dabei sind für Solingen gar nicht die Kreditschulden der Eigenbetriebe berücksichtigt. 2007 betrugen sie 3076,9 Euro pro Einwohner, bei nur 573,8 Euro pro Einwohner im Bundesschnitt. Die Folge aus hohen Zinszahlungen und der Deckungslücke zwischen Einnahmen und Ausgaben zeigt das Jahresergebnis: 2007 ein Fehlbetrag von 327,6 Euro pro Einwohner. Durchschnitt ist ein Überschuss von 120,6 Euro pro Einwohner. Bei den Einnahmen aus Gewerbesteuer und Schlüsselzuweisungen liegt Solingen deutlich unter dem Durchschnitt. kra

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