Die Stadtverwaltung lehnt die Übertragung von Ratssitzungen per Video-Mitschnitt im Internet ab. Das geht aus einer Beschlussvorlage für die Ratssitzung am kommenden Donnerstag hervor (17. Dezember, 16.15 Uhr, Theater und Konzerthaus). Angesichts der tiefen Haushaltskrise, in der die Klingenstadt steckt, seien die entstehenden Kosten nicht zu vertreten. Diese kalkuliert das Rathaus je nach Übertragungsart (Live-Übertragung, Video auf Nachfrage oder sogar beides) und Nutzerzahl auf 48 000 bis 91 000 Euro. Das Innenministerium untersage Defizit-Gemeinden wie Solingen, solche zusätzlichen freiwilligen Aufgaben wie die Übertragung von Ratssitzungen zu finanzieren, heißt es in der Begründung. Das überzeugt SPD-Fraktionschef Ernst Lauterjung: „Solch eine Summe gibt man nicht einfach so aus. Damit können wichtigere Dinge finanziert werden.“ Die Grünen, Bündnispartner der SPD, hatten die Übertragung im Netz angeregt. Das verspreche einen zeitgemäßen Transport wichtiger Nachrichten. Diese Aufgabe aber sieht die Stadt vor allem bei den Lokalzeitungen sowie den weiteren Medien in guten Händen. kra