Mit aller Kraft klammern sie sich an einer weißen Luftmatratze fest. Obwohl das Nichtschwimmerbecken nur knapp über einen Meter tief ist, tun die fünf Jungs so, als läge tiefer Meeresboden unter ihnen. Sie lachen, kreischen - und fallen schließlich mit einem lauten „Platsch“ rücklings ins Wasser.
Diese ausgelassene Stimmung war gestern Mittag im Freibad Ittertal zu spüren. Ferienzeit lag in der Luft, das große Areal schien voll von Schulkindern zu sein. Aber auch Erwachsene kamen auf ihre Kosten: Im Schatten der Bäume las ein Besucher ein Buch, während sich andere im Außenbereich des Restaurants „Quitte“ bei heißen 30,6 Grad ein erfrischendes Bier gönnten.
Etwa 3500 Badegäste finden auf dem großen Areal Platz
Seit Pfingsten, 30. Mai, hat das Freibad Ittertal geöffnet. Jetzt in der Ferienzeit können Wasserratten täglich von 10 bis 19 Uhr ins kühle Nass springen, Volleyball-Fans können bis etwa 21.30 Uhr auf dem Sandfeld spielen. „Gestern hatten wir etwa 600 Besucher, heute rechne ich mit 800“, sagte Schwimmmeister Thomas Czeckay. Platz ist für etwa 3500 Gäste. „Viele Leute wissen nicht, dass wir geöffnet haben und alle Becken genutzt werden können.“
So ging es auch Andrea Schippers und André Preussler aus Haan. „Wir dachten, das Bad sei zu. Im Vergleich zum Hildener Waldbad, wo wir schonmal hinfahren, ist das Ittertal viel schöner“, sagt Preussler. Positiv am Ittertal finde er auch, dass ausreichend Parkplätze zur Verfügung stehen. „Das Wasser ist sehr erfrischend. Nicht zu warm und nicht zu kalt“, ergänzt Andrea Schippers. „Hier ist es einfach viel schöner als in anderen Freibädern, man kann sich hinsetzen und entspannen.“
Ralf Wagner, neuer Pächter des Restaurants „Quitte“, verkaufte ordentlich Eis und kalte Getränke. Besonders angesagt bei den Jugendlichen waren Bier-Mixgetränke. Solch eins genossen auch Enzo Gelo (18) und Christian Spiesl (18). Die beiden Jungs hatten sich gemeinsam freigenommen, um den Tag im Freibad zu verbringen. „Wir finden es hier sehr gemütlich“, sagt Spiesl. „Das einzige, das fehlt, ist ein Sprungturm.“ An der Wasserqualität hatten die drei nichts zu beanstanden. „Das Wasser ist perfekt.“
Die älteren Badegäste kamen mit dem Auto, Jüngere mit dem Fahrrad. So auch Christopher (8): „Ich gehe heute schwimmen, weil ich ja jetzt Ferien habe. Zum Glück ist das Freibad wieder geöffnet.“ Sprach’s und sprang ins kühle Nass.