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13.04.2010 19:46
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Heroin-Prozess: Solingerin (85) wird begutachtet

Angekündigt war sie für Dienstagmorgen, doch sie fiel aus: Die lang erwartete Aussage der angeklagten Merscheiderin (85), die in den Heroin-Schmuggel verwickelt sein soll. Die Seniorin wird nun auf ihre Verhandlungs- und Schuldfähigkeit hin untersucht.

Damit gab das Wuppertaler Landgericht dem Antrag ihrer beiden Verteidigerinnen statt. Die hatten am Dienstag, dem elften Prozesstag, ein neurologisch-psychologisches Gutachten gefordert. Eine Sachverständige muss jetzt klären, ob die Solingerin womöglich seelisch schwer gestört oder dement ist.

Die Anwältinnen befürchten, dass ihre Mandantin in ihrer Einsichtsfähigkeit erheblich eingeschränkt und nicht in der Lage ist, Unrecht einzusehen. Sie sei leicht reizbar, eigensinnig und leide an Stimmungsschwankungen. Zudem habe die Rentnerin Probleme damit, sich an Gespräche zu erinnern.

Angeklagt sind insgesamt fünf Solinger, darunter der Sohn (50) und der Enkel (25) der Seniorin. Der nächste Termin ist am 3. Mai. cd