Im Verfahren um mutmaßliche schwarze Kassen will der Schlossbauverein Einsicht in den Abschlussbericht der Kriminalpolizei nehmen. „Wir tun das über unseren Anwalt und behalten uns Schadenersatzforderungen vor“, erklärt der Vereinsvorsitzende Klaus-Dieter Schulz. Die Ermittlungen gegen Ex-Geschäftsführer Dr. Stefan Geppert und dessen Vorgänger Dr. Dirk Soechting sind nach mehr als einem Jahr abgeschlossen; die Staatsanwaltschaft entscheidet in den nächsten Wochen, ob sie Anklage erhebt (ST berichtete).
Bareinnahmen - vor allem aus dem Kunsthandwerkermarkt - sollen an der Steuer vorbei für Betriebsfeste, Ausflüge und Mitarbeiterprämien verwendet worden sein. „Herr Geppert hat sich dabei auch selbst mit Beträgen bis zu 500 Euro pro Jahr bedacht“, sagt Schulz. Das habe der Ex-Geschäftsführer selbst zugegeben. Das „Schwarzgeld“, betont der Vereinsvorsitzende, sei ohne Wissen des Vorstandes geflossen. Nach Gepperts Ausscheiden Ende 2008 sei man auf fragwürdige Ausgaben in einer Gesamthöhe von mehr als 40 000 Euro gestoßen. ab
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