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27.02.2012 17:00
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Salafisten verteilen Flyer in Solingen

Plakate mit einem Verweis auf eine Internet-Seite, die als extrem islamistisch gilt, entdeckte gestern bei Dienstbeginn ein Mitarbeiter im Foyer der Stadt-Sparkassen-Filiale Krahenhöhe. Kurz darauf wurden auch Prospekte des zu den Salafisten zählenden Predigers Ibrahim Abou-Nagie im Foyer gefunden. „Die Überprüfung der Videoanlage ergab“, so René Tzschabran, Sprecher von der Sparkasse“, dass zwei Männer am Donnerstag gegen 22 Uhr das Material in der Geschäftsstelle platziert hatten.“ Weitere ST-Leser meldeten, dass Flyer in ihrem Briefkasten lagen.

Wie hoch das Informationsbedürfnis der Solinger zum Thema Salafismus ist, konnte an dem großen Interesse an einer Aufklärungsveranstaltung am Mittwoch im Forum der VHS mit Polizei und Verfassungsschutz gesehen werden. „Die Stadtgesellschaft muss sich gegen alle extremistischen Gefahren wehren – egal ob rechts, links oder religiös geleitet“, betonte dabei Oberbürgermeister Norbert Feith.

Für den 24. März hat sich die Partei „pro NRW“, die vom Verfassungsschutz wegen ihrer rechten, „extremistischen Bestrebungen“ beobachtet wird, in Solingen angekündigt. „Ein Abstimmungsgespräch bei uns im Präsidium hat am Donnerstag stattgefunden“, bestätigt Polizeisprecher Alexander Kresta. „Die Kundgebung der nicht verbotenen Partei wird an der Kölner Straße, Ecke Goerdelerstraße stattfinden.“ Er betont: „Wegen des Rechts auf Versammlungsfreiheit muss die Polizei die Kundgebung genehmigen.“ kc