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18.01.2011 09:58
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SPD verliert Geduld bei Hofgarten-Projekt

„Jetzt reicht’s!“ Wegen des monatelangen Stillstands beim Hofgarten-Projekt ist SPD-Fraktionschef Ernst Lauterjung jetzt der Geduldsfaden gerissen. „Die Hinhaltetaktik der Investoren geht jetzt ins dritte Jahr“, schimpft der Sozialdemokrat und droht: „Die SPD-Fraktion ist nicht länger bereit, sich das bieten zu lassen!“

Nach wie vor verhandelt der Münsteraner Projekt-Entwickler HLG mit dem portugiesischen Unternehmen Sonae Sierra über den Bau eines Einkaufszentrums auf dem ehemaligen Karstadt-Gelände. Das angekündigte Investitionsvolumen beläuft sich auf 100 Millionen Euro. Lauterjung bezeichnet die ehemalige Kaufhaus-Immobilie als „verrottendes Gebäude“, das bestenfalls noch für Einheiten des Sondereinsatzkommandos (SEK) zu Schieß-Übungen diene. „Es hat sich zum Schandfleck Nummer 1 für ganz Solingen entwickelt.“

Bewundernd äußert sich Lauterjung über alle Einzelhändler, die „rund um diese Bauruine“ geduldig auf Verbesserungen warteten und ihre Geschäfte weiterführten. Dagegen verbreiteten die Hofgarten-Investoren derzeit nichts als Unsicherheit und blockierten eher die Entwicklung der Innenstadt. Denn auch die in der Bezirksvertretung Mitte sowie im Planungsausschuss diskutierte Änderung der Verkehrsführung hänge von der Realisierung der Hofgarten-Pläne ab.

Lauterjung fordert Oberbürgermeister Norbert Feith (CDU) auf, ein Machtwort zu sprechen und sich nicht länger vertrösten zu lassen. Andernfalls werde die SPD mit entsprechenden Anträgen aktiv. Rathaus-Dezernent Robert Krumbein (SPD) versichert derweil, die Stadt stehe in engem Kontakt mit den Investoren. „Wir bleiben zuversichtlich.“ Krumbein spricht von nicht einfachen Verhandlungen, in denen aber Aktivität und Bewegung auszumachen sei. Die Stadt aber könne im derzeitigen Stadium wenig bewirken. Man habe alle Hausaufgaben gemacht. kra