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17.07.2010 09:44
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Rot-Grüner Todesstoß für A-3-Zubringer?

Im Moment läuft alles gegen einen neuen Zubringer, der die Viehbachtalstraße mit der Autobahn 3 verbinden könnte. Denn offenbar will die neue rot-grüne Landesregierung derartigen Projekten den Riegel vorschieben. Das bestätigte gestern eine Sprecherin des NRW-Verkehrsministeriums auf ST-Anfrage: „Es stimmt, dass laut Koalitionsvertrag der Erhalt bestehender Straßen im Vordergrund steht und nicht der Neubau.“ Der Geldhahn für neue Straßen soll abgedreht werden. Aussagen zu konkreten Projekten gibt so kurz nach dem Wechsel aber nicht.

Dennoch frohlocken die Solinger Grünen bereits, dass der Zubringer, den sie immer bekämpft haben, aufgrund der neuen Marschlinie in Düsseldorf tot sei. Ratsfraktionschef Manfred Krause spricht davon, „endlich eine jahrzehntelange bitter geführte Kontroverse zu Grabe zu tragen“. Selbst Fachleute seien nicht mehr von einem 30 bis 40 Millionen Euro teuren Straßenbauprojekt quer durch Wohn- und Landschaftsschutzgebiete zu überzeugen. Diese Erkenntnis sei auch der „Bürgerinitiative „L 405 / B 229n(ein)“ zu verdanken, die sich gegen den Zubringer wehrt.

Für CDU-Fraktionschef Bernd Krebs ist die Lage klar: „Ich glaube nicht mehr an die große Lösung.“ Das sei ein „unmöglicher Schritt zurück in die verkehrspolitische Steinzeit“, mit dem allerdings unter Rot-Grün zu rechnen gewesen sei. Die Union hat in der Vergangenheit lange für den Zubringer gestritten.

Nach ST-Informationen wird dieser auch in jenem Gutachten favorisiert, das Ex-Verkehrsminister Lutz Lienenkämper (CDU) noch vor der Landtagswahl präsentieren wollte. Auf die Vorlage dieses Papiers wartet die Stadt bis heute. Laut NRW-Ministerium muss die neue Spitze unter Harry Kurt Voigtsberger (SPD) nun aber erst klären, was damit passieren soll. Schon wird geunkt, dass die Studie in der Schublade verschwindet, weil sie nicht ins rot-grüne Bild passe.

Solingens Grüne setzen nun auf die Ertüchtigung der Bonner Straße, um das Stauproblem an der A 3 zu lösen. Darauf hatte sich der Rat zuletzt als vorläufige Minimallösung geeinigt. „Wir werden sie triezen“, sagt Krebs. kra