Snippets
Snippets
05.03.2009 09:24
Drucken Vorlesen Senden
Rettung für das Freibad Ittertal?
Am 1. April will der neue Trägerverein die Sport- und Freizeitanlage im Ittertal vom Insolvenzverwalter aus der Konkursmasse übernehmen. „Wir wollen im Sommer sowohl das Nichtschwimmer- als auch das Schwimmerbecken wieder öffnen“, sagt Bernd Reinzhagen, der gemeinsam mit Dr. Hans-Joachim Müller-Stöver den Vorstand bildet. „Unserem Konzept zur Rettung des Freibades und der Eislaufanlage sowie der Beschäftigungsmaßnahmen im Landschaftsbau haben der Insolvenzverwalter und die Mitgliederversammlung des neuen Trägervereins zugestimmt.“ Auch Oberbürgermeister Franz Haug habe die Pläne wohlwollend zur Kenntnis genommen.

Wie sieht das Konzept aus? Das Management für das Freizeitgelände wird künftig ehrenamtlich betrieben, dadurch werden die Verwaltungskosten gespart. Allerdings wird ein professionelles Controlling eingebaut, damit etwaige Probleme frühest-möglich auffallen. Für den Betrieb des Freibades mit beiden Becken sowie der Eislaufbahn und der anderen Freizeitmöglichkeiten wird es zwei festangestellte Sozialarbeiter geben, einen Techniker für das Bad und die Eisbahn sowie Mitarbeiter für die Kasse und einen Anleiter. Und im Ittertal werden 24 arbeitslose Menschen qualifiziert.

Dem Geschäftsführer des Sport- und Kulturzentrums werde gekündigt. Man will ihm aber helfen, eine Stelle als Projektleiter im Diakonischen Werk der Kirche Rheinland zu finden. Seine Stelle ist derzeit die einzige, die noch durch den Umbau der Ittertal gGmbH wegfällt. Ein Sozialarbeiter musste Ende des Jahres gehen, als die offene Tür für Kinder geschlossen wurde, eine Mitarbeiterin aus diesem Bereich hatte sich eine neue Stelle gesucht.

Was ist mit den Beschäftigungsmaßnahmen im Holzbereich und im Landschaftsbau? Für die Beschäftigungsmaßnahmen im Holzbereich und im Landschaftsbau muss noch eine Lösung gefunden werden. Übernahmegespräche hatten gestern keinen Erfolg. Der ganze Plan ist gefährdet, wenn kein Träger gefunden wird. Das Insolvenzrecht sieht vor, dass das komplette Unternehmen eine Zukunft haben muss. An diesem Bereich hängen etwa 40 Personen. Der Beroma-Laden wird vom Verein „Wir in der Hasseldelle“ übernommen, den offenen Ganztag an der Comeniusschule betreut das Diakonische Werk Solingen.

Wie sieht der Finanzbedarf für den Freizeitbereich aus? „Für die Anschubfinanzierung, um den Freizeitbetrieb aus der Insolvenzmasse herauszuholen, brauchen wir etwa 50 000 Euro“, sagt Bernd Reinzhagen. „Die werden wir mit vereinten Kräften auftreiben.“ Mit den Eintrittsgeldern, die familienfreundlich bleiben sollen, könnten die Mitarbeiter beschäftigt werden. Benötigt wird dennoch ein jährlicher Zuschuss. Bernd Reinzhagen betont: „Wenn wir in den ersten drei Jahren je 80 000 Euro bekommen würden, könnte der Betrieb danach auch zuschussfrei laufen.“ Der Zuschuss werde benötigt, um Rücklagen zu bilden und notwendige Investitionen zu tätigen. Stadtkämmerer Ralf Weeke hatte allerdings gegenüber Mitarbeitern signalisiert, dass er nichts versprechen könne. Ein Mitglied aus Haan hat dort einen Bürgerantrag für einen Zuschuss über 50 000 Euro gestellt. Dort tagt der Hauptausschuss am 17. März. Warum müssen die verschiedenen Bereiche aufgeteilt werden? Das sei notwendig, weil die Verwaltungskosten zu hoch waren. Und den ganzen Betrieb mit den verschiedenen Abteilungen hätte ein ehrenamtlicher Vorstand nicht stemmen können. kc » Guten Morgen

Abstimmen und kommentieren: http://solinger-tageblatt.de