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29.11.2011 19:20
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Rauch wie beim flammenden Inferno

Von Sonja Kuhl

Grau-brauner Qualm breitete sich gestern gegen 15.20 Uhr hoch über dem Turmhotel aus, umhüllte das Betonkonstrukt und verschleierte den

BÜRGER-INFO

SPRENGUNG Am 18. Dezember wird gegen 13 Uhr das Turmhotel gesprengt. Für interessierte Bürger wird dazu morgen, 19 Uhr, zu einer Informationsveranstaltung ins Theater und Konzerthaus eingeladen. Auch ist montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr eine Hotline geschaltet: Telefon (02 31) 72 54 78 60.

sonnenroten Himmel. Fußgänger blieben gebannt stehen ob dieses bedrohlichen Bildes, das so manchen an das brennende World-Trade-Center erinnerte. Zunächst glaubten Passanten an eine große Staubwolke. Die entpuppte sich wegen des beißenden Brandgeruchs aber schnell als die Folge eines Feuers, das eine riesige Rauchsäule verursachte.

„Es ist ein kleiner Brand, der sich sehr stark nach oben ausgebreitet hat“, gab Feuerwehr-Chef Frank-Michael Fischer schnell Entwarnung. Bei den Abbrucharbeiten hätten Bauarbeiter offensichtlich Kabel und Rohre mit Schneidbrennern durchtrennt. Dabei seien Funken geflogen, die Kabelbeschichtungen entzündet hätten – so Fischers erste Erkenntnis.

Feuerwehr und Polizei rückten jedenfalls mit mehreren Einsatzwagen an, sperrten den Bereich vor dem Gebäude für Pkw und leiteten diese über die Blumenstraße um. Etliche Passanten kamen an Kölner Straße und Bergstraße zusammen und zückten die Handy-Kameras, um das Geschehen festzuhalten. Die Wehr hatte den Brand jedoch schnell im Griff. Der Qualm verzog sich ebenfalls rasch.

Am Abend stand die tatsächlich Brandursache fest: Bauarbeiter haben in der dritten Etage des Gebäudes Moniereisen entfernt. Dabei sei heiße Schlacke ins Erdgeschoss gefallen und habe dort Kabelisolierungen entzündet, berichtete Einsatzleiter Herbert Wiets. Durch einen Schacht habe sich der Rauch dann per Kamineffekt rasant ausgebreitet und so die imposante Rauchwolke verursacht. Verletzt wurde niemand.

„Eigentlich muss immer einer daneben stehen und darauf achten, dass nichts passiert.“

Frank-Michael Fischer
Leiter der Feuerwehr Solingen

Feuerwehrleiter Frank-Michael Fischer trat nach den Löscharbeiten persönlich zur Sicherheitseinweisung der Bauarbeiter an, damit beim Abbruch Ähnliches nicht noch einmal passiert. Er wies die Arbeiter nochmals darauf hin, umsichtig zu arbeiten. „Eigentlich muss immer einer daneben stehen und darauf achten, dass nichts passiert.“

Giftige Stoffe sollen laut Wiets nicht freigesetzt worden sein. Bis gestern sollten alle asbesthaltigen Teile aus dem Gebäude entfernt sein.