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29.06.2009 08:58
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Politische Wanderung: Wissen, was Sache ist

Politische Wanderung

Das jederzeit drohende Gewitter passte zu dem Thema, mit dem sich Sportdezernent Norbert Feith bei der Kommunalpolitischen Wanderung der CDU am Samstag noch einmal beschäftigen musste. Denn auf dem Weg vom Nümmener Feld zum Botanischen Garten steuerte der etwa 30-köpfige Tross auch das Hallenbad Vogelsang an, um dort eine Kurzfassung der „unendlichen Geschichte des Bäderkonzepts“ zu hören, wie Organisator Sebastian Haug angekündigt hatte. „Damit sind wir dann bei Blitz und Donner“, sagte Feith mit Blick auf die aufgeladene Atmosphäre der vergangenen Wochen. Doch mit dem Kompromiss, den der Stadtrat am Donnerstag nach zähem Ringen gefunden hat, zeigte sich der Oberbürgermeisterkandidat der CDU sehr zufrieden. „Denn er lässt uns alle Optionen.“ Die Stadt prüft für das Klingenbad sowohl den Anbau eines als auch zweier Becken. Feith glaubt, dass damit die Wogen für den Wahlkampf geglättet sind.

Die Idee, mit Bürgern zu interessanten oder problematischen Stellen im Stadtgebiet zu wandern, findet Oberbürgermeister Franz Haug überzeugend. Er folgte wieder gerne der Einladung seines Sohnes. „So kann man den Leuten Dinge zeigen, die sie sonst nicht sehen. Das ist anschaulicher als nur darüber zu lesen.“

So machte die Gruppe Station am Central, wo leer stehende Häuser und Läden Sorgen bereiten. Es ging nach Ketzberg, um einen Blick auf das Gelände zu werfen, auf dem ein Windrad entstehen soll. Und auch der neue Aldi-Markt an der Schlagbaumer Straße, das Haribo-Gelände, das der Süßwaren-Hersteller erweitern möchte, sowie die Schauhäuser im Botanischen Garten gehörten zu den angesteuerten Punkten.

„Bei solchen Begehungen weiß man gleich, was Sache ist“, lobte ein Teilnehmer (64) aus Gräfrath das Konzept, das auch Renate Lienert gefällt: „Ich bin hier, weil ich neugierig bin. Und bis jetzt ist es sehr aufschlussreich.“ kra