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03.05.2011 12:47
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Pendler: „Die Bahn ist ein großer Saftladen“

Es passe ins Bild, das sich seit Jahren zeige: „Erst tut die Bahn über Jahrzehnte hinweg nichts an der Müngstener Brücke, dann gibt es nur noch Pleiten, Pannen und Skandale“, meint die Remscheiderin Ulrike Kieth (67), die gestern zu einem Blitzbesuch in Düsseldorf war und am Bahnhof Solingen-Mitte auf den Pendelbus nach Güldenwerth wartete. „Unzumutbar“ nennt auch der Lenneper Alexander Anufriev (23), der in Ohligs als Schleifer arbeitet, das, was ihm die Bahn zumute: „Seit einem halben Jahr sitze ich täglich insgesamt mehr als eine Stunde zusätzlich im Bus – für nichts. Und jetzt die erneuten Pleiten. Arbeiten bei der Bahn AG denn nur Dilettanten?“, fragt er wütend.

Die Remscheiderin Tamara Laboda (21) wohnt in Güldenwerth, macht derzeit eine Ausbildung in Düsseldorf: „Es kocht in mir: Es ist inzwischen eine Zumutung, was sich die Bahn AG leistet“, wettert sie. Der Konzern sei ein „großer Saftladen“. Und die Pannen würden stets auf dem Rücken der Reisenden ausgetragen.

Ingenieur Harald Winkler (46) wohnt in Höhscheid, arbeitet aber in Remscheid. „Man müsste inzwischen eigentlich sogar lauthals lachen bei derart gravierenden Pannen und Peinlichkeiten der Bahn AG. Wenn wir Betroffene nicht wären, denen zum Heulen zumute ist. Aber gegen so einen Konzern ist man wohl machtlos. In jedem anderen Unternehmen wären jedenfalls längst Köpfe gerollt“, meint auch er. hpm