Die Müngstener Brücke ist standsicher. Das betonte der zuständige Bahn-Mitarbeiter gestern im städtischen Verkehrsausschuss. Das Eisenbahnbundesamt als Aufsichtsbehörde habe keine Bedenken, sämtliche Züge ohne Einschränkung über den Stahlkoloss rollen zu lassen, erklärte Hans Günter Gewehr, Bauingenieur bei „DB Netz“. Dass die Brücke im Herbst für Züge über 100 Tonnen gesperrt war, begründete er mit „Irritationen“ im Bonner Bundesamt, dem Brückenakten aus dem Jahr 1953 nicht vorgelegen hätten.
„Wir prüfen die Brückenteile permanent“, versicherte Gewehr. Schadhafte Elemente würden „eins zu eins“ ausgetauscht. Trotz jährlicher Gutachten könne aber niemand sagen, wann der alte Stahl „an seine Ermüdungsgrenze“ stoße. Da nütze auch Korrosionsschutz nichts - der für die Bahn ohnehin zu teuer sei.
Der Ingenieur beziffert die Kosten auf sagenhafte 30 Millionen Euro. Die Brücke müsse Stück für Stück abgedeckt, abgestrahlt und gestrichen werden; dazu kämen noch Kosten einer langen Gleis-Sperrung mit Schienenersatzverkehr zwischen Solingen und Remscheid. ab
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