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22.11.2010 13:20
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Müngstener Brücke: Kritik ebbt nicht ab

Die Kritik ebbt nicht ab, nachdem die Deutsche Bahn die Müngstener Brücke am Freitagmorgen plötzlich gesperrt hatte - Sanierungsarbeiten stehen an (ST berichtete).

Für Pendler sei das "wieder einmal ein Schlag ins Gesicht", wettert Helmut F. Ruppert vom VCD Regionalverband Bergisches Land. Er fragt sich, ob es nicht möglich gewesen sei, die Bahnkunden aufzuklären und die Brücke erst danach zu sperren. Dem Unternehmen sein offenbar "der gute Kontakt zu ihrer Kundschaft gleichgültig". Politik und VRR müssten auf eine "kundenfreundlichere Informationspolitik" drängen.

"Warum wurde so übereilt gehandelt?", fragt sich auch der verkehrspolitische Sprecher der bergischen Öko- Demokraten Felix Staratschek (Radevormwald). Seine schlimmste Befürchtung: "Dass der Zustand der Brücke so schlecht ist, dass dieser nicht mal mehr den Zugverkehr mit nur 10 Stundenkilometer erlaubt." Der ÖDP- Politiker fordert eine öffentliche Pflegeplanung für jede Bahnstrecke. "Da der Zugverkehr von Steuergeldern finanziert wird, ist hier die volle Transparenz zu schaffen. Die Bahn muss nachprüfbar zeigen, dass sie alles tut, um einen sicheren Schienenverkehr anzubieten." Er verweist auf das Unglück in Eschede: "Es hätte verhindert werden können, wenn die Bahn die vorhandene Kontrolltechnik genutzt hätte." red