Wegen zusätzlicher Arbeiten zur Verstärkung des Stahlfachwerks bleibt die Müngstener Brücke noch für Wochen gesperrt. Doch nach einem Spitzengespräch der Bahn AG in Duisburg reagiert das Unternehmen und will – voraussichtlich erstmals am Pfingst-Sonntag – die Züge aus Richtung Hauptbahnhof nicht mehr in Solingen-Mitte enden lassen, sondern bis zum Bahnhof Schaberg fahren lassen. Die Bahn AG nennt sie „Freizeitzüge“, denn ein Normalverkehr sei auf nur einem Gleis aus Sicherheitsgründen nicht erlaubt. Bahn-Sprecher Udo Kampschulte gestern: „Wir wollen damit den Müngstener Brückenpark als touristisches Ziel wieder anbinden.“ Dies sei aber nur an Wochenenden möglich, weil der Müngstener dann im 30-Minuten-Takt pendele. Eine abschließende Entscheidung sei aber noch nicht gefallen.
Gestern Nachmittag waren dann im Internet schon die neuen „Freizeit-Züge“ bis Schaberg in die NRW-Liste der Baustellenstrecken eingepflegt. Am späten Nachmittag jedoch waren sie bereits wieder herausgenommen.
Unterdessen hat Horst Becker (Grüne), Staatssekretär im NRW-Verkehrsministerium, einen geharnischten Brief an Bahn-Chef Dr. Rüdiger Grube geschrieben: Darin verlangt er im Auftrag der Landesregierung einen „dezidierten Zeit- und Maßnahmeplan“ auch für die Zeit nach 2014. Denn nur so lange will das Eisenbahnbundesamt derzeit die Brücke überhaupt freigeben. hpm
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