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01.02.2011 14:35
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Plötzliche Sanierung in der Kritik

Thomas Wängler von der Bergischen IHK spricht von einer „katastrophalen Informationspolitik“ der Bahn. Was ihn

INFOS FÜR PENDLER

AUSFALL Wegen der Brückenarbeiten fallen Regionalbahnen der Linie 47 zwischen Solingen-Mitte und Remscheid-Güldenwerth in beiden Richtungen aus. Als Ersatz werden Busse eingesetzt.

ERSATZHALTESTELLEN Solingen-Mitte: an der Ersatzhaltestelle Ausgang Schützenstraße; Solingen-Schaberg: ersatzweise Solingen-Eick, Remscheider Straße (Bus 695); Remscheid-Güldenwerth: Haltestelle Steig C in der Losebücheler Straße (wie Buslinie 658 Richtung Müngsten).

ZEIT Die Fahrzeiten verlängern sich um etwa 20 Minuten. www.bahn.de/bauarbeiten

erzürnt: Die Müngstener Brücke wurde gestern Morgen überraschend gesperrt - Sanierungsarbeiten stehen an. „Noch vor wenigen Tagen wurde uns versichert, dass die statischen Berechnungen keine Anhaltspunkte für eine Gefährdung der Brücke ergeben haben. Es hieß sogar, man sei zuversichtlich, dass die Restriktionen für den Personenverkehr bald aufgehoben werden.“

Die SPD-Landtagsabgeordneten Iris Preuß-Buchholz und Josef Neumann kritisieren, dass die Bahn noch im Mai besorgte Nachfragen „abgewiegelt“ habe. Im Interesse der Pendler fordern sie einen „genauen Zeitplan“. Für die sei die kurzfristige Sperrung eine böse Überraschung gewesen. Die Politiker bezweifeln, dass zum Fahrplanwechsel am 12. Dezember auf der Brücke tatsächlich wieder 70 km/h gelten.

Jürgen Hardt (CDU), Bundestagsabgeordneter für das Bergische Land, ist da zuversichtlich. „Die Sperrung ist ein notwendiges Übel, aber sie bedeutet keinen gravierenden Einschnitt für die Pendler“ - die Arbeit sei auf zwei Wochen begrenzt. Man habe ihm „plausibel erklärt, dass die Maßnahme unerlässlich für die Sicherheit ist“ und jetzt erfolge, um Frostperioden zu entgehen.

Hardt fordert zeitnah Informationen zum Stand der Sanierungen

Eine „katastrophale Informationspolitik“ lässt Hardt nicht gelten. Es habe im Vorfeld Gespräche zur Brücke und schriftliche Informationen zum ICE-Verkehr gegeben. Nachdem sich die Zuständigen der Bahn am Donnerstag zusammengesetzt hätten, habe er noch gegen 21.30 Uhr eine SMS erhalten, gestern Morgen sei telefoniert worden. Die Bahn habe auch versucht, die Vertreter der Städte Solingen und Remscheid zu informieren.

Hardt will sich persönlich dahinterklemmen, dass sich die Bahn zeitnah zum Sanierungsstand äußert. „Mir wurde zugesichert, dass die Lager instandgesetzt und die Brücke frisch lackiert wird.“ Letzteres erfolge segmentweise innerhalb von zehn Jahren. Hardts Fazit: „Die Brücke ist für die Verkehrsinfrastruktur unverzichtbar. Das hat die Bahn erkannt, nachdem sie sie jahrelang vernachlässigt hat.“

IHK-Mann Wängler fürchtet indes um die bergischen Unternehmen: „Es ist völlig unklar, ob über die Brücke jemals wieder Güterverkehr möglich ist. Die Bahn muss diese Frage schnell klären. Die Unternehmen brauchen Planungssicherheit.“ cd