Einstimmig hat der Kulturausschuss gestern die Verwaltung beauftragt, mit der Stadt Remscheid für die Müngstener Brücke den Status „Denkmal von nationaler Bedeutung“ zu erreichen. Damit folgte man einem Antrag der FDP-Fraktion, die betont, dass eine solche Anerkennung des NRW-Baudenkmals mit Zuschüssen an die Bahn als Eigentümerin verbunden sein müsste. Diese habe die Brücke jahrelang nicht gepflegt, betonte noch einmal Sigurd Bickenbach (FDP). Dabei habe die Brücke „die großindustrielle Wirtschaft in Remscheid und Solingen erst ermöglicht“ und sei Vorreiter-Modell in Sachen Brückenbau gewesen.
Der jetzige Denkmal-Antrag widerspreche auf jeden Fall nicht dem Ansinnen der Stadt, die Müngstener Brücke auch für die Unesco-Liste Weltkulturerbe vorzuschlagen (ST berichtete). Das machte Bodo Middeldorf von der Bergischen Entwicklungsagentur deutlich. Diese soll die Bewerbung bis Oktober ausarbeiten. In Remscheid werde über den Auftrag am 14. Juli positiv abgestimmt, sagte der Solinger Kulturausschuss-Vorsitzende Rainer Villwock. Auch Oberbürgermeister Norbert Feith ist zuversichtlich für Solingens Ratssitzung am selben Tag. dn
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