„Da zeigt sich erneut die fehlende Kompetenz der SPD, wenn es ums Geld geht.“ So kommentiert der Solinger Landtagsabgeordnete Arne Moritz den Vorschlag seiner SPD-Kollegen aus dem Bergischen Land, die Müngstener Brücke „behutsam nach alten Plänen neu aufzubauen“ – und hat in Solingens CDU-Bundestagsabgeordnetem Jürgen Hardt einen Verbündeten. Schon bei der Sanierung der Wuppertaler Schwebebahn hätten die stark gestiegenen Stahlpreise das Projekt enorm verteuert“, so Moritz weiter. Bei der Müngstener Brücke gehe er davon aus, dass ein Stahlbau nach Originalplänen „zwei- bis dreimal teurer“ sei als ein Betonbau.
„Angesichts der derzeitigen Haushaltslage wäre eine solch teure Lösung weder vertretbar noch vermittelbar. Moritz: „Auch ich liebe die derzeitige Stahlkonstruktion und erwarte von der Bahn deren Sanierung. Aber im Fall des Falles muss man mit realistischen Erwartungen an die Sache herangehen“, so der Christdemokrat. „Am 14. Juli wird die Bahn im Verkehrsausschuss präsent sein. Ich gehe davon aus, dass alle Beteiligten die Zeit bis dahin nutzen, sich ihre Gedanken zu machen und nicht mit neuen abwegigen Vorschlägen durch die Lande ziehen“, so Moritz. Genauere Informationen erhofft sich Hardt von einem Treffen der CDU-Bundestagsabgeordneten aus NRW mit Vertretern der DB am 5. Juli in Berlin. Themen: die Müngstener Brücke und die ICE-Anbindung des Bergischen Landes. hpm