Snippets
Snippets
17.11.2011 11:08
Drucken Vorlesen Senden
Heiße Eisen: DOC und Kooperation

Die Ansiedlung eines Designer-Outlet-Centers (DOC) an der Lüttringhauser Blume war am Dienstagabend eines der zentralen Themen beim Empfang der Industrie- und Handelskammer (IHK) in Remscheid. Es gelte nun, die Nachbarstädte wie Solingen von der großen Chance zu überzeugen, die das DOC für die gesamte Region bedeute, erklärte Remscheids Oberbürgermeisterin Beate Wilding.

Unter den Zuhörern befand sich auch die Solingerin Sylvia Löhrmann (Grüne), stellvertretende NRW-Ministerpräsidentin. In Düsseldorf fällt die Entscheidung für oder gegen das DOC. Rot-Grün will keinen Einzelhandel auf der grünen Wiese.

Skepsis herrscht aber auch innerhalb der bergischen IHK. Deren Kaufleute beschäftigt der Standort. Dieser müsse zwingend „in Richtung eines städtebaulich integrierten Standortes geprüft werden“, zitierte IHK-Vize Heinz-Helmut Kempkes den Einzelhandels-Ausschuss seiner Kammer. Am 24. November entscheidet die Kammer-Vollversammlung über den Antrag der Händlerschaft.

IHK-Präsident Friedhelm Sträter kündigte für Anfang Dezember derweil Neues aus der „Bergischen Zukunftskommission“ an. Sie sucht nach Ansätzen für eine stärkere Zusammenarbeit der Städte. „Aber eins ist klar“, erklärte der Solinger Sträter: „In den letzten Monaten lag es beileibe nicht an Remscheid, wenn bisweilen immer noch Sand im Getriebe ist.“ An der engen Kooperation führt angesichts der Verschuldung in den Städten überhaupt kein Weg mehr vorbei. Doch auch hier zeigten sich Wirtschaft, Politik und Verwaltung gemeinsam einig: Ihre Eigenständigkeit und Identität sollen Solingen, Remscheid und Wuppertal wahren. ric