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31.07.2009 09:44
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Minister will neue A-3-Anbindung forcieren

Gut vorbereitet kam er gestern nach Solingen und stellte - trotz aller Anwohnerproteste und Wahlkampf - sogleich eines klar: „Eine bessere Autobahn-Anbindung ist dringend nötig“, erklärte Verkehrsminister Lutz Lienenkämper. Der Minister war auf Einladung der Solinger CDU nach Wiescheid gekommen, um sich ein Bild von der Verkehrssituation zu machen.

Zwar rollte der Verkehr gestern gegen 15 Uhr flüssig. Aber dem Minister ist bekannt, dass morgens und spätnachmittags zu den Hauptverkehrszeiten sich Staus bis zur Unterführung in Landwehr bilden. „Ein unmöglicher Zustand“, kommentierte er. Und Lienenkämper weiß, dass Solingen in Nordrheinwestfalen die Großstadt mit den schlechtesten Autobahnanschlüssen ist. Zwölf Minuten dauert es im Schnitt „bei normaler Verkehrslage“, bis der Solinger eine Autobahn erreicht, ermittelte jüngst das Bundesamt für Verkehr. Doch von der City bis zum zwölf Kilometer entfernten Anschluss in Wiescheid dauert’s im Berufsverkehr oft mehr als eine halbe Stunde, davon die Hälfte ab Landwehr im Stau.

Darum sagte Linienkämper seinen Parteifreunden „Unterstützung auf allen Ebenen“ zu, das Projekt zu forcieren. „Wir wollen aber auf der Basis von konkreten Zahlen entscheiden“, sagte er. Das heißt: Warten auf das Gutachten, das der Landesbetrieb Straßen NRW im Herbst 2008 in Auftrag gegeben hat. Der Minister: „Ich habe beim Landesbetrieb nachgefragt: Ende August ist mit den ersten Ergebnissen zu rechnen.“

Ursprünglich sollte die Trasse der neuen B 229 n zwischen Ohligs und Landwehr entlang der Bahnlinie verlaufen und die Viehbachtalstraße mit dem Langenfelder Autobahnkreuz verbinden. Das Gutachten soll nun klären helfen, welchen Streckenverlauf die geplante B 229 n genau nehmen soll.

Auch soll eine Verkehrsprognose für dieses Gebiet erstellt und mögliche Varian-ten, darunter eine Anbindung an die A 3 über die Bonner Straße und Haus-Gravener-Straße geprüft werden.

Lienenkämper: „Welche der Varianten kommt, entscheiden wir dann.“ hpm