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05.05.2010 11:58
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Minister: Hoffnung für Schlossbauverein

Für die dringendsten Reparaturen auf Schloss Burg ist Geld in Reichweite. Das Land NRW prüfe, ob Mittel aus einem Denkmalschutzprogramm fließen können, berichtete Bau- und Verkehrsminister Lutz Lienenkämper (CDU) gestern Abend am Rande eines Empfangs, zu dem die Mittelstandsvereinigung der CDU (MIT) ins Porsche-Zentrum am Schlagbaum eingeladen hatte.

Noch im Mai würden die Gespräche zwischen seinem Ministerium, der Bezirksregierung und den drei Eigentümerstädten fortgesetzt. „Wir müssen sehen, was jetzt am nötigsten gemacht werden muss“, so Lienenkämper. Der Minister nannte den Bergfried und Reparaturen an den Schloss-Kaminen. Er schätze die Summe derzeit auf rund 180 000 Euro - in etwa der Betrag, den das Land schon zur Erneuerung des Batterieturms beigesteuert hatte.

Der Sanierungsstau im bergischen Vorzeige-Schloss ist aber deutlich höher. Es würde allein mehrere hunderttausend Euro kosten, ein detailliertes Schadenskataster zu erstellen. Dem Wunsch in Solingen, Remscheid und Wuppertal, das Land als Mit-Eigentümer (und damit Dauer-Finanzier) zu gewinnen, erteilte Lienenkämper erneut eine Absage: „Wir können den Betrieb solcher Einrichtungen nicht übernehmen.“

Neuigkeiten zum A 3-Gutachten hatte Lienenkämper nicht im Gepäck. Die Experten, die sowohl den umkämpften Zubringer B 229n als auch eine Zufahrt über die Haus Gravener Straße in Langenfeld bewerten, werden ihr Abschlussergebnis wohl Ende Mai vorlegen, so der Minister. Dann wolle er auch die Solinger Politiker „schnell und transparent“ informieren. Lienenkämper betonte, dass das Gutachten nur Verkehrsaspekte beleuchte. Politische Fragen seien unabhängig davon zu klären. „Die überörtliche Bedeutung dieses Projektes ist nicht so groß, dass wir es gegen den Willen einer der beteiligten Kommunen durchsetzen würden“, unterstrich der Minister.

A 3-Lösung nicht gegen den Willen der Städte

Die Langenfelder, die eine Lösung über die Haus Gravener Straße ebenso strikt ablehnen wie der Mettmanner Landrat, werden das gern hören. Lienenkämper: „Wir müssen auf der Basis der Fakten entscheiden, wie die aktuelle Situation verbessert werden kann.“ Der Minister behält auch die Probleme an der Müngstener Brücke im Blick. Er habe in Briefen an Bundesverkehrsminister Ramsauer und Bahnchef Grube „eindringlich darum gebeten, die notwendigen Sanierungsmaßnahmen einzuleiten“ - und zwar innerhalb der vom Eisenbahn-Bundesamt bis zum Herbst gesetzten Frist. Lienenkämper: „Diese Strecke ist wichtig. Ich erwarte, dass die Bahn ihre Infrastruktur in Schuss hält.“ ab